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Villingen-Schwenningen "Wir sind dann mal da!"

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Andreas Güntter ist ­Pfarrer der evangelischen Stadtgemeinde in ­Villingen. Foto: Güntter Foto: Schwarzwälder Bote

Villingen-Schwenningen. "Wir sind dann mal weg..." Abtauchen ist das Gebot der Stunde. Jede und jeder für sich allein möglichst.

Sozialkontakte runterfahren. Vereinzeln. Alles, was wir zu fördern und zu stärken versuchen, das Zusammenleben, Kontakte, Austausch, Begegnungen, alles das stoppen, sofort.

Als Kirche fällt uns das besonders schwer. Es gehört zum Wesen unseres Glaubens, dass Menschen zusammenkommen, Leben und Glauben teilen, miteinander Lasten zu tragen, füreinander einstehen. Auch wenn es gern mal mehr Menschen sein dürften in unseren Gottesdiensten und bei den anderen Angeboten. Die finden jetzt auch erstmal alle nicht statt. Notgedrungen.

Schweren Herzens haben wir alles abgesagt. Wir sind dann mal weg. Echt? Nein. Wir sind da. Für Menschen, die Unterstützung brauchen, jemand, der für Sie einen Einkauf erledigt, oder für die, die nur mal eine Stimme hören wollen, einen, der Ihnen das Ohr leiht, vielleicht ein Gespräch am Telefon, alle paar Tage einen Kontakt, ein paar ermutigende Worte.

Kommen Sie auf uns zu. Und wir kommen zu Ihnen: Sonntags läuten die Glocken – in ökumenischem Zusammenklang wenn’s klappt – zur Zeit der Gottesdienste. Dann wissen Sie: jetzt bin ich nicht allein. Verbunden mit denen, denen ein Gebet wichtig ist, oder ein paar biblische ­Impulse.

In den Gemeinden überlegen wir noch, wie wir solche Angebote virtuell unter die Leute bringen. Fragen Sie einfach nach.

Und wenn Sie’s nicht so mit dem Glauben haben, dann ist es vielleicht doch etwas ­Tröstliches in diesen abgegrenzten Zeiten, zu hören, dass da andere sind, die ihre Verbindung nun eben anders pflegen. Oder in ein paar kleinen Zeichen der Menschlichkeit. Da wird Ihnen schon was einfallen. Wir sind dann mal da!

Es ist, als sei die Welt aus den Fugen geraten. Auch in Villingen-Schwenningen ist scheinbar nichts mehr so, wie es all die Jahre gewesen ist. Es herrscht ein Ausnahmezustand – und manche Angst und Sorge. Anlaufstellen in solchen Tagen sind seit jeher auch Kirchen. Doch Gottesdienste finden vorerst nicht mehr statt. Kirchenleute in VS möchten ihren Beitrag auch während der Krise leisten und den Menschen in Villingen-Schwenningen Impulse mit in ihren derzeit so ungewöhnlichen Alltag geben. In unserer neuen Reihe "Auf ein Wort in besonderen Zeiten" wenden sie sich nun täglich an unsere Leser. Sie sprechen über mitmenschliche Werte und das Miteinander trotz möglichst großer persönlicher Distanz – natürlich ökumenisch und die großen Stadtbezirke übergreifend. (cos)

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