Lockangebot: Werbung für riskante Wetten auf Aktien wird in Social-Media-Gruppen verbreitet

Triberg. "50 000 Euro in nur einem Monat!", "Diesen Mercedes habe ich nur in einem Monat verdient!", "Wenn du genauso reich wie ich werden willst, dann komm jetzt sofort in die WhatsApp-Gruppe", "Schreib mir sofort eine Nachricht!", "Schreib mir: ich will es!", "Swipe up!", "Wisch hoch!".

Das sind die üblichen Worte von den Typen, die sehr viel Geld in sehr wenig Zeit zur Verfügung stellen wollen. Die Werbungen sind in allen sozialen Medien zu finden, überwiegend auf Instagram und YouTube.

Die Werbungen sollen die Menge erreichen. Riesige Mengen an Geld, die man in kurzer Zeit verdienen kann. Das soll der Schlüssel zum Erfolg sein, und das nur mit einem Beitritt in eine WhatsApp-Gruppe. Doch stimmt das auch und kommt mit dem CFD-Trading das versprochene Geld wirklich?

Was macht man beim CFD-Trading? Für eine Aktie wird nur ein Bruchteil des tatsächlichen Preises bezahlt, trotzdem kann der Kursgewinn vom Anleger vollständig eingestrichen werden.

Der größte Reiz des CFD-Handels für Privatanleger besteht in der Kombination aus einem sehr einfach strukturierten Finanzprodukt und der Hebelwirkung. Mit nur 1000 Euro Einsatz können 100 000 Euro im Markt bewegt werden: Schon kleine Kursbewegungen ermöglichen hohe Gewinne. Falls die Kursbewegungen nach hinten los gehen, muss man Geld zurück zahlen, wodurch die Firmen profitieren.

Dabei sollten Leute, die sich mit dem Thema nicht gut auskennen, die Finger davon lassen, da es für sie sehr ins Minus gehen kann.

In einem YouTube-Video vom YouTube-Kanal "STRG_F", die verschiedenste Videos machen, wollen sie diese Sache aufklären und starten ein Experiment. In diesem Experiment gehen sie selber in eine dieser "WhatsApp-Gruppen" und schreiben einen dieser Typen aus den Videos an. Sie schreiben: "Das will ich auch!", genau wie es auch in den Videos vorgesagt wird. Schnell bekommen sie eine Nachricht zurück, in der steht: "Ich schicke dir gleich ein paar Informationen." Wenige Minuten später bekommen sie einen Link, der zu einer Seite hinführt. Bei dieser Option schnell und sehr einfach sehr viel Geld zu machen, geht es vor allem um eins: Wetten auf Aktien. Es wird versucht, so viele User wie möglich durch ihre millionenfach geklickten YouTube-Videos, in diese Whats­App-Gruppen zu locken.

Diese Methode klappt auch vielfach. Viele User machen sich große Hoffnungen und treten diesen Whats­App-Gruppen bei. Kaum beigetreten, gibt es Investment-Tipps für hohe und riskante Wetten auf Kursschwankungen. Dabei kann man nur auf diese Kursentwicklungen spekulieren oder wetten – mit der großen Gefahr daneben zu liegen. Das passiert der Mehrheit der Leute, die in diese Geschäfte eintauchen.

Personen, die durch diese Wetten Geld verloren haben, meinen: "Ich habe mit solchen Geschäften 36 000 Euro verloren", oder "Ich wollte einfach schnelles Geld machen. Das war Dummheit."

Das "STRG_F"-Team versucht, die Inhaber der Seite, auf der diese Wetten passieren, zu kontaktieren und bekommt keine Antwort. Bisher weiß man noch nicht, wer genau hinter diesen Sachen steckt.

Das Problem ist: Den Leuten wird das Geld aus der Tasche gezogen, indem man ihnen nur die guten Seiten des CFD-Tradings zeigt und nicht zeigt, was das für negative Auswirkungen auf die betroffenen Personen haben kann.  Der Autor ist Schüler der Klasse 9a des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg.