Ausschuss stimmt für Wohnblocks

Villingen-Schwenningen - Sorge vor allem um die Wohnqualität hatten gestern einige Mitglieder des Technischen Ausschusses beim Bauvorhaben zweier Mehrfamilienhäuser im rückwärtigen Bereich der Wohnblocks Falkenring 2 bis 18 im Mittleren Steppach in Villingen.

Auf den Grünflächen zwischen den bestehenden Blocks sollen zwei weitere Häuser mit jeweils 16 Wohnungen samt Tiefgarage gebaut werden. Der Ausschuss stimmte schließlich mit drei Enthaltungen und einer Gegenstimme zu. Kritisch sah Dietmar Wildi (CDU) das Vorhaben, weil die Grünflächen verloren gehen. Das wirke sich auf die Wohnqualität aus. Vom sozialen Hintergrund her, sei dies alles andere als eine glückliche Lösung. "Das sieht von oben aus wie in Chicago, wenn da zwei Blöcke reinkommen", monierte Ernst Reiser (Freie Wähler).

Edgar Schurr (SPD) hingegen sprach von einer zulässigen Verdichtung, die absolut verträglich mit dem Umfeld sei. Bernd Hezel (CDU) wies darauf hin, dass es jetzt schon in der Nachbarschaft soziale Probleme gebe, sie mit einer zusätzlichen Bebauung verstärkt würden.

Oberbürgermeister Rupert Kubon verstand insbesondere die Haltung der Freien Wähler nicht, die sich sonst gerade für die Wünsche privater Eigentümer einsetzen. Der Trend gehe zu höherer Verdichtung und kleineren Wohneinheiten, meinte Bürgermeister Rolf Fußhoeller. Architekt Karlheinz Ellenberger, der als sachverständiger Bürger im Ausschuss sitzt, plädierte ebenfalls für den Bau, da damit ohne Flächenverbrauch 32 Wohnungen entstünden. Die Abstände zwischen den Häusern sei so groß, dass die Wohnqualität nicht beeinträchtigt werde.