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Villingen-Schwenningen Wetter verhindert viele Starts

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Die Flugplatzcrew erläutert dem Publikum die technischen Funktionen eines Flugzeugs. Fotos: Bombardi Foto: Schwarzwälder Bote

Das Flugplatzfest 2019 geht als regnerisches Ereignis in die Geschichte der Sportfliegergruppe Schwenningen ein. Einmal mehr hatte sie im Vorfeld alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Besuchern einen umfassenden und mit Aktionen gespickten Eindruck über den Flugplatzbetrieb und das Fliegen zu bieten.

VS-Schwenningen. Der Besucheransturm war witterungsbedingt zwar nur ein Bruchteil von jenem der Vorjahre. Dennoch war die Resonanz, gemessen an den äußeren Bedingungen, relativ hoch und für die Organisatoren ein Beleg dafür, welchen Stellenwert das Fest gegen Ende der Sommerferien beim Publikum inzwischen genießt.

An Fallschirmsprünge war zwar nicht zu denken, doch alle Präsentationen, die sich die Organisatoren an Land ausgedacht hatten, stießen bei den Gästen auf eine gute Resonanz. Die Hagelflieger waren zu Gast, und der Hangar erstrahlte in schönstem Glanz.

In den Zelten vor der Halle und in der Halle gab es Speis und Trank. Die ausgestellten Oldtimerflugzeuge und alle anderen Maschinen warteten darauf, abheben zu können. Tatsächlich gab es Aufhellungen, die einige Rundflüge ermöglichten und eine Sicht gestatten, die unter dem von grauen Wolken verhangenen Himmel besser war als erwartet.

Pilot Markus Bürker nutzte die Gelegenheit, um alle Interessierten über den Flugbetrieb seiner 1941 erbauten Piper zu informieren. An der Tankstelle des Flughafens räumte Bürker mit der Mär auf, dass das Fliegen teurer sei als andere Fortbewegungsmittel. "Bezogen auf die fernen Distanzen und den direkten Weg, mit dem wir unsere fernen Ziele erreichen, sind unsere Flüge so effizient wie die Fahrten der deutschen Bahn." Bürker erinnerte zudem daran, dass lediglich die mit Jet-Triebwerken betriebenen Maschinen in der Lage sind, das billige Kerosin als Treibstoff zu verwenden. Die Motorsportflieger benötigen teuren AV-Treibstoff mit einer Oktanzahl von 100, für den sie mit Kosten in Höhe von 2,60 Euro pro Liter kalkulieren. "Der Verbrauch pro Stunde liegt im Übrigen bei 38 bis 40 Liter Treibstoff", ergänzte Bürker.

Seit knapp 35 Jahren ist er Pilot des Flugoldtimers, und in jeder seiner Ausführungen war die Faszination greif- und spürbar, die das Fliegen mit sich bringt. Bürker informierte, dass es bei Regenwetter praktisch kaum Probleme mit dem Flugbetrieb gibt. Lediglich die Sicht durch die Frontscheibe könnte getrübt sein.

Derweil rollten einzelne Maschinen auf die Startbahn, und in den Lüften präsentierte eine Oldtimerfliegerstaffel ihre Flugkünste.

Auch die jüngste Generation kam auf ihre Kosten und nutzte diverse Gelegenheiten, um die Modellflieger durch die Lüfte zu bewegen. Offene Türen hatte zudem das Flugplatzrestaurant Fliegerklause, das die Flugplatz GmbH seit Jahren erfolgreich verpachtet.

Jede der drei Abteilungen der Sportfliegergruppe nutzte die Gelegenheit, sich mit eigenen Infoständen zu präsentieren. Die Fallschirmspringer gewährten einen Einblick in ihr Vereinsheim.

Unaufgeregt war auch die Stimmung bei allen anderen Organisatoren. "Das ist das Risiko einer Freiluftveranstaltung, man weiß nie, was das Wetter für Überraschungen bereit hält", lachte Vorstandsmitglied Johannes Kütt, der unter den gegebenen Bedingungen mit der Resonanz zufrieden war.

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