Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Wertvolle Pflegeeltern

Von

Schwarzwald-Baar-Kreis (ewk). Krankheit und Tod, aber auch Erziehungsunfähigkeit von Eltern machen die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen außerhalb des Elternhauses immer wieder erforderlich.

Heimpflege ist als Lösung besonders kostenträchtig, Vollzeit-Pflegestellen in Familien dagegen deutlich günstiger. In der Jugendhilfe des Schwarzwald-Baar-Kreises ist man darum bemüht, das Pflegekinderwesen deutlich auszubauen. Im Jugendhilfeausschuss des Kreistages wurde dazu vor dem Hintergrund der anstehenden strategischen Grundausrichtung der Jugendhilfe über "Entwicklungsnotwendigkeiten" bei den Hilfen zur Erziehung informiert.

Der Pflegekinderdienst des Jugendamts zählt derzeit 53 Pflegeeltern mit 65 Pflegekinderplätzen. Davon sind in 50 Familien 61 Plätze belegt. Für diese Vollzeitpflegeverhältnisse für die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen werden im laufenden Haushalt 400 000 Euro veranschlagt. Seit 2006 ist der Anteil der Vollzeitpflege in Heimen von 60,64 auf 44,71 Prozent zurückgegangen. Jetzt soll die Werbung von Pflegeplätzen und Vorbereitung von Pflegepersonen verstärkt betrieben werden. Ein Qualifizierungskurs vermittelt geltende Standards und ist ein wichtiger Baustein, Pflegeverhältnisse erfolgreich zu entwickeln.

Besondere Situationen zu bewältigen

Pflegeeltern haben besondere Situationen zu bewältigen und spezielle Verantwortungen wahrzunehmen. Unter anderem gilt es, das Pflegekind als solches und nicht als eigenes Kind wahrzunehmen, eine Herkunftsfamilie zu akzeptieren, die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt zu pflegen und eine pädagogische Grundkonzeption umzusetzen. Je nach Einzelfall ist auch eine Berufstätigkeit möglich. Um so eine Aufgabe angemessen wahrnehmen zu können, ist Überzeugung nötig, sagt Kreis­jugendamtleiter Manfred Nietsch.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.