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Villingen-Schwenningen Wer ist der Katzenschänder von VS?

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Ein Katzenschänder treibt in Villingen sein Unwesen. Tierbesitzer sind in höchster Sorge. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

Villingen-Schwenningen - "Mittlerweile wünschte ich, es wäre ein Auto gewesen", sagt Mina F. Doch ihre Katze Soula fiel offenbar dem Katzenschänder aus VS in seine grausamen Hände.

Es ist wieder ein unglaubliches Martyrium, das eine Samtpfote offenbar erleiden musste: Katzendame Soula wurde mit abgetrenntem Schwanz und aufgeschlitztem Bauch gefunden. Neu in diesem Fall: Ihre Besitzerin vermutet, dass Soula zudem stranguliert wurde – der Halsbereich sei stellenweise kahl gewesen, wenn das Fell nicht mit einer Rasierklinge entfernt worden sei, sei es augenscheinlich durch eine Art Seil abgeschabt worden.

Mina F. kämpft gegen die Bilder in ihrem Kopf, mag nicht daran denken, was ihrer Katze zwischen dem 10. und 12. Januar alles widerfahren sein mag.

Seit dem 10. Januar vermisste die Familie ihr Tier. Am 12. Januar wurde es völlig misshandelt und verstümmelt gefunden. Kurze Zeit später erhielt die Besitzerfamilie die schockierende Nachricht. Zunächst jedoch hätten sie sich das grausame Treiben eines Katzenschänders gar nicht vorstellen können. Als sie dann jedoch von Freunden auf die Berichterstattung des Schwarzwälder Boten im Fall Willi (November 2017) sowie dem Kater von Marijan Strugar (März 2017) aufmerksam gemacht worden sind, ist für sie klar: In die Hände dieses in ihren Augen Wahnsinnigen muss auch Soula geraten sein. Auch der kleinen Tigerdame, die im August erst zwei Jahre alt geworden wäre, muss ihre zutrauliche, menschen-liebende Art zum Verhängnis geworden sein.

Am Montag erstattete Mina F. Anzeige bei der Polizei. Gegen unbekannt. Und damit wenig erfolgversprechend, denn der Polizei sind in Fällen wie diesen, wie Michael Aschenbrenner von der Polizeidirektion Tuttlingen im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten betont, die Hände gebunden. "Wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen", sagt er und hofft, dass sich Zeugen, die Verdächtiges bemerkt haben, melden.

Belohnung: 2000 Euro

Katze Willi wurde im November in der Villinger Roßwette gefunden, nahe dem AOK-Areal. Soulas lebloser Körper lag am Morgen des 12. Januar in Schwenningen in der Otto-Gönnewein-Straße, Ecke Enzstraße, den Kater im März hatte man im Schwenninger Wohngebiet Kleines Eschle gefunden. Verblüffend: Katze Willi lebte gerade einmal zwei Straßen von Katze Soula entfernt. Allen drei Tieren war zuvor der Schwanz amputiert und der hintere Bauchbereich aufgeschlitzt worden. Ob die Katzen zum Zeitpunkt dieser Taten noch gelebt haben, ist laut Dieter Popp von der Polizei in Tuttlingen unklar. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten schilderte er das weitere Vorgehen: Werde kein Täter ermittelt, dann müsse der Fall an die Staatsanwaltschaft übermittelt werden mit dem Vermerk "z. N.", was so viel heißt wie: "zum Nachteil". Die Staatsanwaltschaft stelle das Verfahren in der Regel ein, allerdings nur im Rahmen einer vorläufigen Verfahrenseinstellung. Und das hat einen guten Grund: Wird zu einem späteren Zeitpunkt, etwa bei einer ähnlichen Tat, ein Tatverdächtiger ermittelt, kann ein nur vorläufig eingestellter Fall erneut aufgerollt werden, um nach möglichen Verbindungen zu suchen – möglicherweise ist der Täter von heute auch der Täter von März und November gewesen.

Dafür, dass der Katzenschänder von VS gefasst wird, rühren Tierfreunde in sozialen Medien die Werbetrommel. Unzählige Male werden die Aufrufe der Besitzer geteilt. Zuletzt meldete sich ein weiterer schockierter Leser, der die Summe erhöht hat, die für sachdienliche Hinweise gezahlt werden soll: 2000 Euro Belohnung haben sich summiert. Der Wunsch der Katzenhalter indes ist unbezahlbar: Sie wünschten, ihre geliebten Vierbeiner wären dem grausamen Unbekannten nie in die Hände gefallen.

Weitere Informationen:

Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle in VS entgegen.

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