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Villingen-Schwenningen Wenn ein Kind stirbt – Buch soll Familien Mut machen

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Eine Dokumentation über die Reha für verwaiste Familien in der Nachsorgeklinik Tannheim ist jetzt erschienen. Foto: Klinik Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Tannheim. Zum ersten Mal ist all das, was in der Tannheimer Nachsorgeklinik während und in der Reha für verwaiste Familien umgesetzt wird, in einem Buch zusammengefasst.

Unter dem Titel "Zurück ins Leben" ist eine Dokumentation, aber nicht nur über die Rehabilitationsmaßnahme als solche, sondern über all die damit zusammenhängenden Facetten entstanden. "Das umfassende Werk informiert also nicht nur über Inhalte und die Notwendigkeit dieses für Deutschland einzigartigen Rehaangebotes, es soll auch betroffenen Familien Hilfestellung geben, ihnen Ratgeber und Wegweiser für das Leben nach dem schweren Schicksalsschlag sein und zugleich Mut machen", zeigt die Nachsorgeklinik auf.

Den Verantwortlichen für das Buch und vor allem auch Geschäftsführer Roland Wehrle ist es ganz wichtig darauf hinzuweisen, dass hier kein "Trauerbuch" entstanden ist, sondern eine Dokumentation die, wie der Titel "Zurück ins Leben" deutlich aussagt, den Blick nach vorne, hin zum Leben, richtet. Ohne dabei das schwere Schicksal der Betroffenen aus den Augen zu verlieren.

In "Zurück ins Leben" werde anschaulich und verständlich beschrieben, wie eine Rehamaßnahme für verwaiste Familien in der Nachsorgeklinik Tannheim im Detail abläuft, verdeutlicht die Nachsorgeklinik.

Wo liegen die Schwerpunkte im psychosozialen und im medizinischen Bereich? Darüber klärt die Dokumentation in Beiträgen und Interviews auf. Die Leser erfahren zum Beispiel, was in den Gruppensitzungen oder in der Kunsttherapie passiert, welche Bedeutung in Tannheim Trauerrituale haben, wie Geschwisterkinder ihre Trauer erleben und bewältigen können oder wie Mütter und Väter zum Teil sehr unterschiedlich mit Trauer und ihren Gefühlen umgehen.

Ganz wichtige Rolle nehmen Familien ein

"Eine ganz wichtige Rolle nehmen in dem Buch Familien ein, die ein Kind verloren haben. Sie haben den Autoren ihre ganz persönlichen Geschichten ausführlich erzählt oder berichten selbst über ihre schmerzhaften Erfahrungen. Die Beiträge über die Familien sind aber absolut keine voyeuristischen Einblicke, sondern mit der notwendigen Sensibilität geschriebene Texte, die dem Buch die Seele und ein großes Stück weit auch Authentizität geben", informiert die Nachsorgeklinik. "Gerade die Beiträge über und von Familien, die ein Kind durch Tod verloren haben, helfen zu verstehen, wie wichtig und nachhaltig, auch gesellschaftspolitisch, die Tannheimer Rehamaßnahme ist", heißt es weiter.

Experten kommen im Buch zu Wort

In dem Buch kommen auch bedeutende Experten wie Roland Kachler oder Chris Paul zu Wort, die sich seit vielen Jahren mit dem Themen Verlust, Trauer und deren Bewältigung beschäftigen. Der Klinikseelsorger Karl-Heinz Richstein äußert sich zu Fragen des Glaubens im Zusammenhang mit dem Tod, und die Freiburger Bestatterin Dorothea Klaer berichtet über besondere Rituale rund um die Beerdigung von Kindern.

Zudem gibt es einen Serviceteil, der auf Einrichtungen und Institutionen hinweist, bei denen sich betroffene Eltern Hilfe und Rat holen können.

Das Konzept für die über 200 Seiten umfassende Dokumentation haben die Journalisten Dieter Wacker und Wilfried Dold zusammen mit dem Leiter der Verwaisten Reha, Jochen Künzel, und dem Klinikgeschäftsführer und Stiftungsvorstand der Deutschen Kinderkrebsnachsorge, Roland Wehrle, entwickelt.

Die Beiträge stammen von Dieter Wacker, Wilfried Dold, Mitarbeitern der Tannheimer Nachsorgeklinik und weiteren Journalistinnen. Die redaktionelle Gesamtverantwortung lag in den Händen von Dieter Wacker. Die meisten der eindrucksvollen Fotografien hat Wilfried Dold gemacht, der mit seinem Verlag dold.media – Agentur für Kommunikation (Vöhrenbach) auch für Gestaltung und Layout verantwortlich zeichnet.

das buch: "Zurück ins Leben", herausgegeben von der Deutschen Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind mit Sitz in Tannheim, 19,90 Euro, Bestellungen über Telefon 07705/92 01 82, E-Mail info@kinderkrebsnachsorge.de.

Um betroffene Eltern und Geschwister in ihrer Trauer zu begleiten, bietet die Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind in und gemeinsam mit der Nachsorgeklinik Tannheim seit 2001 stationäre Rehabilitationsmaßnahmen für verwaiste Familien an. Ziel der Maßnahme ist es, durch Therapie, aber auch durch den Austausch mit vergleichbar Betroffenen, Raum für die eigene Trauer zu finden und Kraft für die Bewältigung des anstehenden Alltags zu schöpfen sowie den Verlust als Teil des Lebens zu akzeptieren, zeigt die Nachsorgeklinik auf. Pro Jahr finden in der Nachsorgeklinik Tannheim insgesamt zehn Rehas für verwaiste Familien statt.

 
 

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