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Villingen-Schwenningen Was tun, wenn der 40-Tonner kommt?

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Durch die Kanalsanierung drohen ein Mangel an Stellplätzen für Anwohner am Straßenrand und Probleme beim Zulieferverkehr der Firmen. Foto: Pohl

VS-Schwenningen - Wenn ab Ende August die Lichtensteinstraße Stück für Stück aufgerissen wird, um den Abwasserkanal zu erneuern, müssen die Anlieger mit temporären Einschränkungen rechnen. Dabei stellt das Erreichen von Garagen offenbar das geringste Problem dar.

Bei der Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwochabend im Karl-Haag-Saal wurden die Anlieger erstmals über die anstehende Baumaßnahme informiert. Diese ist nach der Sanierung in der Neuffenstraße in den Jahren 2016 und 2017 nun der zweite Bauabschnitt. Der dritte und letzte Abschnitt soll laut jetziger Planung 2019 beginnen und im Herbst desselben Jahres abgeschlossen werden. Einen genauen Zeitplan, wann welcher Teil der Lichtensteinstraße aufgerissen wird, ist aktuell noch vollkommen unklar.

Das hängt davon ab, wie viele Hausanschlüsse zusätzlich zum Hauptkanal noch ausgetauscht werden müssen. Fakt ist lediglich, dass die Arbeiten hinter dem Kreuzungsbereich mit der Neuffenstraße begonnen werden und der Kanal in mehreren Etappen erneuert wird. "Ziel ist es, die Abschnitte so zu wählen, dass diese einerseits zügig wieder geschlossen werden können, gleichzeitig muss die ausführende Baufirma aber auch vernünftig arbeiten können", erklärt Ulf Millauer, Leiter des Amtes für Straßenbau, Altlasten und Stadtgrün.

Im Rahmen der Bürgerinformationsveranstaltung wurden umgehend Bedenken geäußert. So sehen vor allem die Firmeninhaber, die ausgehend vom Baustart auf der linken Straßenseite angesiedelt sind, Probleme beim Erreichen ihrer Firmengelände. Es sei undenkbar, dass die Einfahrten auch nur einen Tag lang dicht bleiben. Millauer versuchte zu beschwichtigen: "Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden. Sie müssen zurechtkommen und wir müssen den Kanal sanieren."

Es gilt individuelle Lösungen in enger Absprache zu finden

Große Schwierigkeiten sieht man auch bei der Firma Weißer Metallveredelung auf sich zu kommen. Zwischen 20 und 30 Anlieferungen würden täglich erfolgen und einige davon mit 40-Tonnern. "In diesen Fällen kann nicht einfach eine Stahlplatte über die Baugrube gelegt werden, das ist richtig", sieht auch Mike Gärtner, Sachgebietsleiter Straßenbau, eine Hürde. Erste Vorschläge, wie beispielsweise die jeweiligen Tonnagen anzupassen, oder den Gehweg auf der Seite der Gewerbetreibenden überfahren zu können, sollen geprüft werden. "Konkrete Lösungsansätze müssen wir wahrscheinlich individuell besprechen", räumte Millauer ein. Dazu soll es eine enge und unkomplizierte Absprache zwischen den Beteiligten geben, lauten die Bemühungen der Stadt.

Nicht ganz so kooperativ zeigten sich die städtischen Vertreter bei den Sorgen der Anwohner, die während der Bauphase um ihre Autostellplätze an der Straße fürchten. "Das Einrichten von Anwohnerparkplätzen ist ausgeschlossen", sah sich Gärtner gezwungen, eine entsprechende Anfrage aus dem Publikum zurückzuweisen. Er verwies auf die Problematik am Marktplatz: Bei dieser Baustelle sei das auch nicht möglich und dort ginge es um deutlich längere Bauzeiten.

Aufgrund der kurzen Bauzeit pro Abschnitt, die nach Angaben von Millauer im Idealfall bei rund sieben Tagen liegt, müssten die Anwohner in dieser Zeit ausweichen. Dies sei allerdings nicht so einfach, erläuterte ein Zuhörer. Schließlich gebe es schon jetzt zu wenig Stellplätze.

Besser sieht es für Privatpersonen aus, wenn es um Zufahrten zu Grundstücken oder Garagen geht, versichert Gärtner. "Mit einem Auto über eine Metallplatte zu fahren, um den Graben zu überwinden, ist kein Problem." Das sollte jedoch nicht die Regel sein. Alle Anwohner würden zehn Tage vor dem jeweiligen Baubeginn vor deren Grundstück und damit rechtzeitig informiert und seien dann dazu angehalten, ihre Fahrzeuge woanders abzustellen, betont Gärtner.

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