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Villingen-Schwenningen "Was hält heute noch 50 Jahre?"

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Begeisterter Applaus beim 50. Jubiläum der Psychologischen Beratungsstelle – für die Musik von Andrea Klausmann und Rolf Langenbach, aber auch für die Beratungsstelle. Foto: Spitz Foto: Schwarzwälder Bote

Villingen-Schwenningen. 1969, im Jahr der Mondlandung, wurde sie gegründet – und obgleich die Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen (EFL) natürlich herzlich wenig mit diesem Ereignis zu tun hat, lässt sich doch der Bogen vom einen zum anderen spannen. Oft sind es nämlich besondere Ereignisse, so Dekan Josef Fischer, die auf das aufmerksam machen, was fehlt. In der heutigen Zeit von "Orientierungslosigkeit und Glücksstress", so Fischer, bestehe beispielsweise die Notwendigkeit zur Versöhnung – ein Kerngebiet der Beratungsstelle, in der der Leiter der Emil Zajec EFL und seine Kollegin Claudia Hahn mit ihren Kollegen Dienst am nächsten tun.

Für eine solche Arbeit gebe es "leider" oft zu wenige Ressourcen für Menschen, die in einer Akutsituation sind, räumte der Landrat Sven Hinterseh bei der Jubiläumsfeier am Freitag im Villinger Münsterzentrum ein. Wie wertvoll die Hilfe und Gesprächsangebote sein können, erlebe er selbst gerade im Freundeskreis. Auch vor diesem Hintergrund sagte er "von Herzen Danke", dass es Persönlichkeiten gibt, "wie ihr Team, das bereit ist, in Krisensituationen helfend da zu sein", sagte er an die Adresse Zajecs gerichtet. Es brauche Ergänzungsangebote wie dieses, "das kann eine Behörde nicht leisten".

Und auch der Villingen-Schwenninger OB Jürgen Roth, aus dessen Wirkungskreis die Hälfte aller Ratsuchenden der EFL kommt, ist froh, dass es sie gibt. "Unsere Welt dreht sich so schnell wie nie und macht es den Leuten nicht leicht, Orientierung zu finden", weiß er. Halt und Verlässlichkeit gebe eine Partnerschaft – nicht auszudenken. Wenn sie wegbricht. "Wenn die eigene Kraft nicht mehr ausreicht", so Roth, dann stehen bei der EFL Menschen als Helfer, Berater und Kümmerer anderen zur Seite.

Dass sie das bei der kleinen, aber feinen Beratungsstelle in der Kanzleigasse "mit Leidenschaft" tun, davon berichtete voller Überzeugung Bettina Zenner, die Diözesanbeauftragte der EFL: "Ihnen liegen die Menschen am Herzen!" Und das schließlich wurde auch in Emil Zajecs Ansprache deutlich. "Wir sind 50 geworden", sagte er und dann schaute er ganz weit zurück, ins Jahr 1948 nach Mannheim, auf Trümmerdeutschland, wo nicht nur körperliche, sondern auch seelische Verletzungen von den Kriegsjahren zeugen. "Der Seele ein Obdach geben", darauf kam es damals an und kommt es auch heute immer wieder an, nämlich beim Zusammenleben in Familie und Partnerschaft. Doch weil nie alles immer glatt läuft, bedarf es als tragfähige Basis für das weitere Zusammenleben auch immer wieder einer Versöhnung. Wie sie gelingt, trotz all der kleinen und größeren Verletzungen im Laufe einer Partnerschaft, das verriet die Diplompsychologin Friederike Tiedemann in ihrem Festvortrag. So hatte zwar die Beratungsstelle Geburtstag, aber die Gäste nahmen mit diesem Wissen und dem einen oder anderen Denkanstoß ein Geschenk mit nach Hause.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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