Mitglieder von Wandervereinen nutzten die Zeit, um nächste Touren zu planen und abzugehen.Foto: Pförtner Foto: Schwarzwälder Bote

Freizeit: Wie können sich Wanderer trotz Kontaktverbot fit halten? / Vereine nutzen die Zeit

Villingen-Schwenningen. Der Winter ist vorbei, das Wetter toll und eigentlich könnte es jetzt richtig losgehen mit dem Wandern, wäre da nicht das Coronavirus. Wir berichten, wie Wanderer die derzeitige Lage überbrücken und die Zeit nutzen.

Was macht man als Wanderer, wenn man sich in häuslicher Quarantäne befindet oder zu den Risikogruppen zählt und lieber zu Hause bleiben möchte oder sich einfach auf die hoffentlich bald stattfindenden Wanderungen vorbereiten will?

Die aktuelle Lage rund um die Corona-Krise schränkt viele Wanderer und Naturbegeisterte in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Wander-, Berg- und Klettertouren mussten abgesagt werden, die Boulderhallen sind geschlossen. "Für das tägliche Fitnessprogramm bieten Balkon, ein sonniger Fensterplatz und überhaupt die ganze Wohnung viele Möglichkeiten", empfiehlt der Deutsche Wanderverband. Vor allem der Haushalt sei bestens als Bewegungsprogramm geeignet. "Dehnen beim Fensterputzen, drei Kniebeugen bevor man sich auf dem Stuhl niederlässt oder auf einem Bein bügeln lässt sich unproblematisch einbauen. Eine Treppe im Haus hilft beim Ausdauertraining: Mehrmals täglich treppauf und treppab bringt den Kreislauf in Schwung", so der Verband.

Um für das Wandern – und den Alltag – fit zu bleiben, sei vor allem Kondition, Gleichgewicht und Beweglichkeit wichtig, sowie ein gewisses Maß an Muskelkraft, besonders in Bein- und Rückenmuskulatur, erklärt der Verband.

Wandern zu Hause ist trotzdem allemal schwierig. Die Wandervereine aus Villingen-Schwenningen wollen die Zeit dennoch nutzen.

Der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Schwenningen, nutzt die aktuelle Zeit und verbringt sie mit der Planung neuer Wandertouren für das kommende Jahr. "Die Wanderführer überlegen sich derzeit schon, was sie nächstes Jahr gerne machen möchten", heißt es vom Verein. Die Wandertouren, die in der ersten Hälfte dieses Jahres abgesagt werden mussten, sollen genau so im nächsten Jahr stattfinden.

Auch der Schwarzwaldverein Villingen nutzt die Zeit, indem die Vereinsmitglieder die Wanderwege und -routen mit ihren Markierungen prüfen. Jeder privat natürlich und nicht in der Gruppe. Ansonsten lautet die Devise: abwarten, bis es neue Regelungen zum aktuellen Kontaktverbot gibt. Dann will der Verein seinen Wanderplan wie geplant für das restliche Jahr fortsetzen. "Sobald es grünes Licht gibt, rennen wir los", heißt es von der Vereinsvorsitzenden Monika Burger. Was die Vereinsmitglieder bei dem derzeit schönen Wetter privat machen, bleibt jedem selbst überlassen.

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