Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Waldcamping als neue Attraktion in VS?

Von
Campen mitten im Wald – so genannte Trekking-Plätze machen das im Schwarzwald möglich. Foto: Pixabay

Villingen-Schwenningen - Vielerorts ist das der letzte Schrei: Campen inmitten der fast unberührten Natur eines Waldes. Sein Zelt aufschlagen, einfach so, mitten im Wald. Und über der Zeltplane nichts weiter als das Sternenzelt – oder eben die Wipfel der Bäume. Naturnah Urlaub zu machen, Luft zu holen vom Alltag oder auch nur ein waschechtes Abenteuer zu erleben, das dürfte auch in Zeiten der Corona-Krise, des Klimawandels und des Wunsches nach einem bewussteren Umgang mit der Natur wieder gefragt sein. Umso mehr auch dank leerer Geldbeutel vieler von Kurzarbeit geplagter Arbeitnehmer.

Villingen-Schwenningen ist schon ganz schön grün

Es kommt also nicht von ungefähr, dass eine solche Anfrage mehrfach auch an den jungen SPD-Stadtrat Nicola Schurr herangetragen worden ist. Er, selbst begeistert von der Idee, solch ein Angebot im waldreichen Villingen-Schwenningen zu unterbreiten, ließ nun Taten folgen und trug die Anfrage weiter an die Stadtverwaltung und an den städtischen Forstbetrieb.

"Unsere idyllische Lage in Villingen-Schwenningen ist beliebt und besonders. Wir leben dort, wo andere gerne Urlaub machen möchten", weiß Nicola Schurr. Auch er beobachtet zunehmend, dass die Menschen, die Natur und ihre Umwelt besonders wertschätzen. Wandern, Campen, Biwak, Outdoor-Aktivitäten – all das nehme immer mehr zu. "Die Menschen beschäftigen sich in großen Teilen mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Auch wird die Natur und besonders der Wald als Naherholung und Auszeit genutzt."

Wunsch nach naturnaher Freizeit-Attraktion

Die Stadt Villingen-Schwenningen ist grün. 48 Prozent ihrer Gemarkungsfläche sind bewaldet – eine Fläche von 8000 Hektar, wovon allein knapp 6000 Hektar in städtischem Besitz liegen. "Villingen-Schwenningen gehört damit zu den größten kommunalen Waldbesitzern Deutschlands", verkündet die Verwaltung stolz auf der eigenen Internetseite. Eine Umgebung, in der offenbar auch der Wunsch nach naturnahen Freizeit-Attraktionen auf fruchtbaren Boden fällt.

Schon einige Familien hätten Nicola Schurr darauf angesprochen, betont der Sozialdemokrat, der mit solch einer Möglichkeit auch eine "neue Art Tourismus" für die Stadt wachsen sieht. Trekking-Camps könnten angeboten werden. Unter dem Strich hieße das so viel wie: "Legal Wildcampen im Schwarzwald".

Mancherorts wird es schon angeboten – und das in einem Land, in dem Zelte auf Feld, Wiese und im Wald nicht gerne gesehen sind und das Wildcampen unter Strafe steht. Trekking-Plätze gibt es beispielsweise schon im Hunsrück, im Pfälzer Wald oder im Elbsandsteingebirge. Und von Mai bis Oktober sogar gleich in sechsfacher Ausfertigung im Naturpark Schwarzwald.

"Wir machen unsere Stadt und Region interessant"

Vom Glamping – dem Luxuscamping, dass sich ebenfalls steigender Beliebtheit erfreut, ist man dabei jedoch denkbar weit entfernt: Auf Luxus jeglicher Art muss verzichtet werden – hier gibt es lediglich: Stellplätze für ein bis drei Zelte, eine Feuerstelle und ein Toilettenhäuschen, möglicherweise auch einen Mülleimer, das war’s. Auch Parkplätze oder Wegweiser sucht man hier vergeblich – mit Landkarte, GPS-Sender und ausreichend Verpflegung machen sich die Urlauber in der Regel zu Fuß auf den Weg zu den Trekking-Plätzen fernab der Zivilisation. Im Naturpark Schwarzwald stehen sechs solcher Plätze zur Verfügung – auf einer Route von Baden-Baden bis Freudenstadt können sie sogar miteinander verbunden werden.

Nicola Schurr hat längst Feuer gefangen von der Idee, unterm rauschenden Blätterdach in VS Urlaub zu machen, über sich die frische Waldluft, unter sich den Waldboden... "Ich würde gerne einen Antrag stellen, ob so etwas auch von unserem städtischen Forst realisiert werden kann", so der SPD-Stadtrat und dabei ist der fest davon überzeugt: "Gerade in Zeiten von Corona ist es doch auch wichtig, Signale zu senden, wir gehen voran und machen unsere Stadt und Region interessant."

Fotostrecke
Artikel bewerten
19
loading

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

2

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.