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Villingen-Schwenningen Doppelstadt wächst zusammen

Von
VS wächst zusammen Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Die Doppelstadt wächst zusammen – das wird momentan insbesondere im Bereich der Industrie- und Gewerbegebiete im Zen­tralbereich deutlich. Dort wird sich in den kommenden Wochen und Jahren noch einiges tun.

Rege Bauaktivität ist derzeit in der Salzgrube und im Gewerbegebiet Nunnensteig zu vernehmen. Im Mittelpunkt steht dort momentan vor allem der Neubau von Jenoptik. Doch ein in direkter Nachbarschaft geplantes Projekt wird diesen zumindest flächenmäßig in den Schatten stellen.

Salzgrube

Der Messtechnik-Spezialist Jenoptik investiert auf einer Fläche von 13 000 Quadratmetern insgesamt elf Millionen Euro in den Bau von Entwicklungs-, Produktions- und Büroflächen. Ein Highlight im neuen Produktionsgebäude sei laut Jenoptik-Sprecherin Katrin Lauterbach das neue Kalibrierlabor, in dem auf drei schwingungsgelagerten Bodenplatten mit einem Einzelgewicht von 20 Tonnen höchstgenaue Messungen und Kalibrierungen vorgenommen werden können. Mittlerweile steht die Produktionshalle und noch vor Pfingsten konnte nach Angaben der Sprecherin bereits mit der Montage des Hallendachs begonnen werden. Mittlerweile ist auch ein Großteil der Fassade fertiggestellt.

Darüber hinaus sind Anfang Juni die Fundamente für das Bürogebäude fertiggestellt worden, sodass dessen Bau in Angriff genommen werden konnte. Seit dem wurde laut Lauterbach wöchentlich ein Stockwerk errichtet, sodass mittlerweile die geplanten fünf Stockwerke realisiert werden konnten.

Ihren Angaben zufolge seien die Bauarbeiten bedingt durch die starken Regenfälle im April und Mai etwas im Verzug, man sei jedoch zuversichtlich, den geplanten Fertigstellungstermin Ende März 2020 einhalten zu können. Enorme Ausmaße wird derweil der Neubau des Transport- und Logistikdienstleisters Noerpel annehmen, der von ihrem bisherigen Gebäude Auf Herdenen in die Salzgrube ziehen wird. Nach Angaben von Michaela Ristic, die für die Zentralleitung der nationale Spedition der Noerpel-Gruppe zuständig ist, steht Noerpel eine Fläche von 40 000 Quadratmeter zur Verfügung. Dies sei doppelt so viel, wie am bisherigen Standort. "Wir sind in den vergangenen fünf Jahren am Standort Auf Herdenen stark gewachsen und planen auch in den nächsten Jahren mit weiterem Wachstum", so Ristic, die betont, dass man dank "vieler langjähriger, loyaler Kundenbeziehung als auch Neuakquisitionen" die Marktposition weiter festigen und ausbauen konnte.

Noerpel, nach eigenen Angaben einer der führenden Logistikdienstleister in Süddeutschland und Export-Spitzenreiter in Europa, werde auf der Fläche eine Speditions- und Logistikanlage bauen. Ristic: "Der direkte Anschluss von Spedition und Logistik ermöglicht es uns die Prozesse schlank zu halten und direkt aus dem ›Kundenlager‹ die Ware speditionell abzufertigen und zu verladen." Die konkreten Planungen werden jedoch erst Ende des Jahres beginnen. Mit einem Baubeginn sei frühestens 2021 zu rechnen, die Bauzeit werde voraussichtlich zwölf bis 15 Monate betragen.

Entlang der Straße Utzenbühl in Richtung Schwarzwald-Baar-Center gibt es unterdessen zwei Neuansiedlungen. So wurde dort vor einiger Zeit bereits die neue Fahrzeug-Prüfstation der Sachverständigenorganisation Dekra eröffnet. Direkt daneben hat Europcar sein neues Domizil bezogen. Die Autovermietung verlagert ihren Standort von der Neckarstraße in Schwenningen zum Neuen Markt.

Eine Fläche des Immobilienbüros Benzing (10 000 Quadratmeter) westlich des IMS Gear-Neubaus wurde nach Angaben des Geschäftsführers Hartmut Benzing von einem lokalen Autohaus gekauft, so dass dort vermutlich auch ein neues Autohaus entstehen wird.

Ansonsten steht in der Salzgrube nach Angaben der Stadtverwaltung lediglich noch ein Areal von knapp 14 000 Quadratmetern zur Verfügung. Pressesprecherin Oxana Brunner hierzu: "Das Interesse ist groß, wir haben viele Anfragen und führen zahlreiche Gespräche." Wie auf einem Plakat verkündet, bietet jedoch auch das Autohaus Storz noch weitere Grundstücke in direkter Nachbarschaft zum Ford-Händler an.

Salzgrube II

Auch die Erweiterung des Gewerbegebiets – also Salzgrube II – war aufgrund des großen Interesses an entsprechenden Flächen im Zentralbereich immer wieder ein Thema. Laut Brunner sei die Salzgrube II in der Vorbereitung, "einen konkreten Zeitplan für die Erweiterung des Gewerbegebiets gibt es derzeit noch nicht". Unter anderem hat bereits IMS Gear im Zuge der Neuansiedlung eine weitere Fläche reserviert – und zwar gleich groß wie die Fläche, die der Automobilzulieferer bereits bebaut hat. Ob und wann dort gebaut und für eine Erweiterung des Standorts gesorgt wird, steht allerdings in den Sternen. Insbesondere, nachdem das Unternehmen derzeit eine Wachstumsdelle spürt.

Nunnensteig

Im Bereich Nunnensteig – in direkter Umgebung zum Schwarzwald-Baar-Center und dem Toom-Baumarkt – verkauft das Immobilienbüro Benzing ebenfalls Flächen. Derzeit steht laut dem Geschäftsführer noch eine Fläche mit 2000 Quadratmeter zur Verfügung – und zwar neben Kentucky Fried Chicken (KFC) am dortigen Kreisverkehr gegenüber der Tankstelle. Beim Fast-Food-Restaurant wurden, nach einer Unterbrechung, übrigens die Arbeiten wieder fortgesetzt. Die weiteren Flächen im Bereich der dortigen, neu angelegten Erschließungsstraße sind bereits verkauft. Neben KFC wird sich dort Schrauben-Würth ansiedeln. Zudem steht bereits der neue Standort von Linde Gas & More inklusive eines eingezäunten Bereichs. "Wir wollen, dass es passt und haben uns deshalb in Verbindung mit dem Baumarkt auf entsprechenden Fachhandel konzentriert", so Benzing hinsichtlich der Vermarktungsstrategie in diesem Bereich. Deshalb wolle man auch die derzeit noch freien Fläche nur an einen passenden Interessenten verkaufen.

Im weiteren Verlauf des Nunnensteigs sind seit einiger Zeit bereits das Multimarkenautohaus Carport sowie die Dachdecker-Einkauf Süd eG ansässig. Im dortigen Bereich, rund um die Sackgasse, hat sich kürzlich außerdem die Autolackiererei Friedrich angesiedelt, während die Firma Dellenlux dort derzeit ein Hagel- und Dellenservice-Center realisiert. Außerdem entsteht wenige Meter weiter momentan ein Verwaltungsgebäude der SWR Bau GmbH .

Im Besitz der Stadt befinden sich im Bereich Nunnensteig noch zwei Gewerbebauplätze – einer mit rund 2000 Quadratmeter und einer mit rund 3400 Quadratmeter. "Auch zu diesen Grundstücken führt die Stadt Villingen-Schwenningen Gespräche", berichtet die Wirtschaftsförderin der Stadt VS, Beate Behrens.

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