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Villingen-Schwenningen VS setzt auf Touristen mit Wohnmobil

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Reisende sollen künftig auch in VS noch mehr Plätze für ihr Wohnmobil vorfinden. Foto: Dittrich

Villingen-Schwenningen - VS will jetzt verstärkt auf den Tourismus mit Wohnmobilen setzen. Auf der Brigachinsel in Villingen soll ein Areal entstehen. In Schwenningen gibt es bislang fünf Plätze bei der Messe. Nun sind noch weitere geplant, so genannte Pop-Up-Stellplätze.

Wer nach VS mit dem Wohnmobil fährt, findet bislang lediglich fünf Stellplätze: Am Stadtrand von Schwenningen neben dem Messegelände ist ein gebührenfreier Stellplatz für fünf Mobile am Ortsrand von Schwenningen. Er ist befestigt und bietet Frischwasser, Entsorgung Grauwasser, Entsorgung Chemie-WC, Hunde sind erlaubt. Soweit die Spielregeln. In der näheren Umgebung gibt es noch Plätze unter anderem in Bad Dürrheim und Königsfeld.

Brigachinsel geplant

Nun will VS deutlich nachziehen und zum einen in Villingen auf der Brigachinsel ein Areal anbieten. Der Gemeinderat hat in jüngster Sitzung bereits grünes Licht für das Projekt gegeben. Jetzt geht es freilich darum, das Ganze auf den Weg zu bringen mit Plänen und der Infrastruktur. Das kann noch dauern.

Bis dahin gibt es Idee, ins Gespräch gebracht durch die FDP-Fraktion, vorübergehende Pop-Up-Stellplätze für Wohnmobile, Wohnwagen und Caravans anzubieten. Auf Anfrage der FDP-Fraktion sei geprüft worden, welche momentan nicht genutzten Plätze in Villingen-Schwenningen kurzfristig im Sommer 2020 für die Ausweisung von Wohnmobilstellplätzen in Frage kommen, informiert die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage für den Technischen Ausschuss am Dienstag, 14. Juli. Infrastruktur wie Ver- und Entsorgung, Wasser, Strom und Sanitäranlagen, würden nicht zur Verfügung gestellt. Es seien sieben Plätze in Villingen und zwei Plätze in Schwenningen unter die Lupe genommen worden, welche kurzfristig, da in städtischem Besitz, zur Verfügung stehen würden.

Nach Abwägen der jeweiligen Vor- und Nacheile, so die Verwaltung, wurden in Abstimmung mit dem Bürgeramt und der SVS folgende Plätze ausgewählt:

Villingen:

Parkplatz Hallenbad (vor dem Gebäude und dahinter Richtung Sportplatz) mit Platz für etwa zehn bis 15 Fahrzeuge, je nach Größe. Dieser Parkplatz steht bis zum 15. September zur Verfügung, da dann der Badebetrieb wiederaufgenommen wird. Über die weitere Vorgehensweise werde nach Beobachtung der Nachfrage im Juli und August kurzfristig entschieden.

Schwenningen:

Parkplatz Südwest Messe, Platz für etwa fünf Fahrzeuge, je nach Größe, eine Entsorgungsstation ist vorhanden, weil es sich um die bereits bestehende dauerhafte Einrichtung handelt.

Die jeweiligen Plätze sollen mit einem Schild ausgewiesen werden. Es soll jedoch, in einem ersten Schritt, keine darauf hinführende Beschilderung einer Anfahrtsroute geben. Die einzelnen Stellplätze werden vorläufig nicht markiert, zeigt die Stadtverwaltung weiter auf. Die Stellplätze sollen vorerst nicht kostenpflichtig sein. Die ausgesuchten Wohnmobilstellplätze sollen so schnell wie möglich, spätestens jedoch mit dem Beginn der Sommerferien Ende Juli zur Verfügung stehen, informiert die Stadt weiter.

Falls die beiden ausgewählten Plätze aufgrund hoher Nachfrage nicht ausreichen, könnten in Villingen der hintere Teil des Friedhofsparkplatzes und in Schwenningen der Parkplatz der Helios-Arena zusätzlich ausgewiesen werden.

Nachfrage wird steigen

Der bundesweit steigende Markt der Wohnmobilisten soll vor Ort bedient und der sich daraus ergebende volkswirtschaftliche Nutzen für VS ausgeschöpft werden, zeigt die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage zum Technischen Ausschuss auf. Und verdeutlicht dies mit Zahlen. Eine Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) (Quelle: Caravaning Industrie Verband) aus dem Jahr 2018 belegt: Rund 50 Euro gibt jeder Caravaner und Reisemobilist pro Urlaubstag aus.

Auf deutschen Reisemobilstellplätzen gab es im vergangenen Jahr 15,5 Millionen Übernachtungen. Reisemobilisten machten zudem 16,5 Millionen Tagesreisen. Alle Ausgaben dieser Personen in den Zielgebieten zusammengenommen ergeben 5,3 Milliarden Euro. Diese verteilten sich neben den Übernachtungskosten vor allem auf den Einzelhandel, die Gastronomie und alle Formen von Freizeit-und Kulturangeboten. Im Sommer 2020 wird aufgrund der Corona-Krise ein verstärkter Individualreiseverkehr in Deutschland erwartet. Die Nachfrage in Villingen-Schwenningen wird wahrscheinlich steigen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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