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Villingen-Schwenningen Vorbereitungen für Festival in Lost Place laufen

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Villingen-Schwenningen - Als "Initialzündung" für das, was auf diesem Gelände zukünftig passieren soll, sehen die Veranstalter das Lost Place und Medienkunst-Festival am 11. und 12. September. Auf die Besucher wartet eine spannende Veranstaltung.

Ein Festival auf einem seit 20 Jahren verlassenen Gelände und das zu Coronazeiten? Kann das gehen? Veranstalter und Koordinator Dirk Werner ist überzeugt davon: Die Besucher erwartet bei "Instandsetzung!" etwas ganz Besonderes!

Ungewöhnliche Allianz

Mit an Bord sind neben Werner Studierende der Uni Liechtenstein sowie Künstler aus dem Umfeld des Vereins Global Forest, der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und der Hochschule Furtwangen mit dem Professor für Musikdesign, Norbert Schnell. Maßgeblich unterstützt wird das Projekt außerdem von der Firmengruppe Haller, die das Gelände zur Verfügung stellt und als Gönner fungiert. "Hans-Walter Haller hat sofort ›Ja‹ gesagt", berichtet Werner von den unkomplizierten Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer. Auch die eingebundenen Ämter hätten sehr gut kooperiert, um das Festival unter diesen besonderen Bedingungen möglich zu machen. "Wir haben aber auch ziemlich aufgeräumt und durchgeforstet", so Werner. Zudem würden über 300 Meter Bauzäune aufgestellt, um "Ausflüge" auf dem Gelände zu verhindern.

Internationale Künstler

Doch was ist an den beiden Tagen geboten? Geplant sind entlang eines Parcours unterschiedliche Klang- und Lichtinstallationen. Einbezogen werden dabei unter anderem das alte Kühlhaus, in dem man vier Beiträge präsentiert. Hier gibt eine lebendige sowie eine interaktive Klanginstallation. In einer angrenzenden Stahlbauhalle baut die Künstlerin Karen Geyer aus Zürich eine Licht- und Klanginstallation mit Discokugeln und Metallstahlplatten auf. Liveauftritte des Trios "BernsteinZimmer ft. t:u:s:k" sorgen zudem für eine weitere Facette des Festivals. Sie verwenden bei ihren Auftritten Töne, die auf dem Areal aufgenommen wurden. Werner: "Das ist ein Leckerbissen für Freunde elektronischer Jazzmusik". Der Veranstalter stellt aber ebenso klar, dass es sich hierbei um Kammermusik handeln würde – lautdröhnende Bässe gibt es keine zu befürchten.

Doch auch das Thema "Lost Place", zu welchem sich in den vergangenen Jahren eine regelrechte Szene entwickelt hat, erhält Raum. Jill Bürk, die Architektur an der Uni Liechtenstein studiert, hat hierbei im Rahmen einer studentischen Arbeit eine Ausstellung organisiert, bei der ein Video eines ehemaligen Mitarbeiters aber ebenso Fotoimpressionen gezeigt werden. "Den Besuchern sollen die Potenziale des Ortes aufgezeigt werden", so Bürk. Zu diesem Themenkomplex gehört auch eine Podiumsdiskussion am Freitag um 16 Uhr, bei der die Frage im Raum steht, wie in Zukunft mit Lost Places umgegangen werden kann und soll.

Corona-Regeln

Werner macht in Hinblick auf die derzeitige Pandemie deutlich: Besucher müssen sich zwingend vorab über die Plattform Eventbrite.de anmelden. An den beiden Tagen gibt es jeweils zwischen 16 und 0 Uhr zweistündige Zeitfenster, für die Tickets gebucht werden können. Erlaubt sind pro Zeitfenster 200 Personen. Ein Einbahnwegsystem sorgt dafür, dass sich die Besucher nicht in die Quere kommen. Bei den Liveauftritten gibt es eingeteilte Stehbereiche. Nur so sei es möglich, ein solches Festival unter Coronabedingungen zu ermöglichen.

Ausblick

Werner sieht das Festival, welches dauerhaft etabliert werden soll, als "Initialzündung" für das Gelände. Den Verantwortlichen schwebt möglicherweise ein Kreativ- Engerie- und Innovationsquartier Hammerstatt vor – insbesondere weil das Gelände nicht "plattgemacht" werden soll, um es für die Firmengruppe Haller zu nutzen. Vielmehr hat die Familie Haller vor, das Verwaltungshaus, den Turm und das Kühlhaus zu erhalten. "Das Areal ist ein ungeschliffener Diamant", macht Werner deutlich. Es bleibt also spannend, wie die Zukunft des alten Schlachthofs zukünftig aussehen könnte.

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