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Villingen-Schwenningen Von starken und erfolgreichen Frauen

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Paula Müller, Akhila Raijh, Leonie Frey und Niloufar Hayat-Davoud (von links) in einer Szene von "Top Girls". Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Starke und erfolgreiche Frauen hat sich der Kurs "Literatur und Theater" mit Schülerinnen des Hoptbühl-, Romäusring- und des St. Ursula-Gymnasiums zum Thema gemacht.

VS-Villingen. Am Montag- und Dienstagabend führte das Ensemble "Top Girls" von Caryl Churchill im Theater am Turm in Villingen auf.

Fünf Monate haben die 20 jungen Damen und Julien Draegert als einziges männliches Kursmitglied das Projekt vorbereitet. Unter der Regie von Ayda Khodabandehlou, Jessica Gergely und Jessica Messer und mit Unterstützung der beiden Lehrerinnen Katrin Seuthe und Ulrike Merkle setzte der Kurs in zwei Stunden pro Woche das aktuelle Thema um.

"Wir wurden uns dabei der Enwicklung der Frauen über die Jahrhunderte bewusst und sahen, was sie sich erarbeitet haben", sagen die Regisseurinnen. Mit dem Stück wolle man auf die Emanzipation der Frauen und auf ihre Fähigkeiten, "die oft herabgespielt werden", hinweisen.

Marlene, gesplittet von Akhila Raijh, Niloufar Hayat-Davoud und Leonie Frey dargestellt, ist eine erfolgreiche und sehr selbstbewusste Businessfrau. Doch ihrer Karriere zuliebe lässt sie ihre Tochter von ihrer Schwester großziehen. In der Begegnung mit erfolgreichen Frauen der Geschichte – "die schlausten, die mutigsten, die stärksten und die gewitztesten Frauen" – wird klar, dass stets Opfer gebracht wurden und sich Frauen nur selten ihren Wunsch nach Perfektion erfüllen konnten.

Frauen verdienen weniger als Männer, kommen häufig nur über Frauenquoten an Führungspositionen oder müssen besser sein als die Männer, was in der Regel den Verzicht auf Familie bedeutet.

Marlenes Tochter Angie (Julia Storz) ist selbstbewusst wie ihre Mutter. "Mir tut jeder Leid, der sie mal am Hals hat. Am besten, sie heiratet", bringt ihre Tante das Dilemma auf den Punkt. Und auch Marlene selbst, inzwischen zur stellvertretenden Direktorin einer Arbeitsvermittlung aufgestiegen, kann sich von Vorurteilen gegenüber weiblichen Bewerberinnen nicht frei machen. Bewerberin: "Wie hoch ist denn der Verdienst – ich spare für meine Hochzeit". Marlene: "Das heißt, Sie suchen gar nichts Langfristiges?"

Mit den beiden Aufführungen von "Top Girls" beging das Hoptbühl-Gymnasium zugleich das Jubiläum zur zehnjährigen Kooperation mit dem Theater am Turm unter dem Titel "Junges TaT". Aus der Theater-AG, als Kurs inzwischen Wahlpflichtfach, des Gymnasiums kommen immer wieder Schauspieler, die für das Theater auf der Bühne stehen. Leslie Ade zum Beispiel gehört inzwischen zur Stammbesetzung. "Dafür erhalten wir einen festen Spielplatz im Frühjahr", sagt Ulrike Merkle, die zusammen mit Katrin Seuthe den vor sieben Jahren kreierten Kurs "Literatur und Theater" betreut.

Die weiteren Mitwirkenden: Ronja Röttele, Alica ­Hörner, Tina Kürschner, ­Rabia Topal, Vanessa Karrer, Salomea Inselmann, Anna Eschbach, Bojana Radic, ­Paula Müller, Marie-Louise Schwab, Lea Großklaus, Selina Wasinger und Nicole Aust, Technik: Arne Bronk.

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