Mundart: Bärbel Brüderle erklärt den Villinger Dialekt

VS-Villingen. "Dialekt macht nicht nur Spaß, er ist auch für was gut." Bärbel Brüderle, Vorsitzende der Muettersproch-G’sellschaft Villingen, bricht eine Lanze für die Mundart und der Schwarz­wälder Bote hilft ihr dabei. Wir erklären in unregelmäßigen Abständen Villinger Ausdrücke.

In der 27. Folge dieser Serie geht es um Rucke, rucke und Rugger. Rucke, also Rücken, ist ein Wort mit vielerlei Bedeutung. Es gibt:

1. die Rückenpartie bei Mensch und Tier

2. ein rückwärtiges Teil von Kleidern und Gegenständen, zum Beispiel Büchern

3. eine flache, längliche Erhöhung.

Rucke heißt, etwas schnell oder auch langsam fortbewegen oder schieben. "Ruck e bitzili wieter" zum Beispiel bei einer Hockete, Stammtisch, Summerfescht" oder Fasnet, dann haben noch mehr Leute Platz. Die Älteren kennen sicher noch den alten Schlager "Mädel ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, ich hab dich gar so gern, ich mag dich leide!"

Rugger ist die Bezeichnung für eine männliche Taube. Sein Balzgeräusch und seine Gangart rechtfertigen diesen Namen.