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Villingen-Schwenningen Von der Konditorin zur Bestatterin

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Geschäftsführer Bruno Bandle und Bestattungsmeisterin Sofie Ketterer auf dem Friedhof. Foto: Bandle Bestattungs-Institut

Villingen-Schwenningen - Dass Sofie Ketterer Bestatterin werden möchte, war ihr eigentlich schon früh klar. Doch erst auf Umwegen kam die 25-Jährige zu ihrem Traumberuf – den sie nun sogar mit einem Meistertitel krönt.

Schicksalsschläge sind in ihrem Beruf keine Seltenheit. Um dennoch professionell mit ihrer Arbeit umzugehen, folgt Sofie Ketterer dem Ansatz: "Mit den Angehörigen zu fühlen, aber nicht mit ihnen zu leiden." Das Interesse zu ihrem jetzigen Beruf kommt aus dem elterlichen Bestattungsunternehmen. So lernte die 25-Jährige schon früh den Umgang mit Verstorbenen und den Hinterbliebenen kennen.

Bandle übernimmt sie

Nachdem sich die Suche nach einem Ausbildungsplatz schwerer gestaltete als erwartet, begann Ketterer 2013 zuerst eine Ausbildung zur Konditorin. Danach versuchte sie sich erneut als Bestatterin zu bewerben – diesmal mit Erfolg. Die Firma Bandle Bestattungs-Institut Villingen GmbH stellte die damals 21-Jährige ein und so konnte sie im Herbst des gleichen Jahres ihre ersehnte Ausbildung als Bestattungsfachkraft beginnen.

Da es in ganz Deutschland nur wenige Berufsschulen für Bestatter gibt, besuchte Ketterer die staatliche Berufsschule in Bad Kissingen, an der bestattungsspezifische Fächer unterrichtet werden. Für die Vermittlung der Fachpraxis ging es nach Münnerstadt an die Theo-Remmertz-Akademie. Zu den Tätigkeiten der Ausbildung gehören Särge ausschlagen, Dekoration einer Trauerfeierhalle und Grabmachertätigkeiten, welche auf dem einzigen Lehrfriedhof Deutschlands geübt werden. Nach der abgeschlossenen Ausbildung fing Ketterer die Fortbildung zur Bestattermeisterin an, welche sie im März 2020 erfolgreich bestand.

"Am Anfang sind es natürlich sehr viele Eindrücke und auch Schicksalsschläge, die man während der Arbeit mitbekommt", erklärt Ketterer. Hier habe es ihr bisher immer geholfen mit ihrem nahen Umfeld über diese Themen zu sprechen. Die Menschen in der Trauer trotzdem zufrieden und erleichtert sehen zu können, würde Ketterer bei ihrer Arbeit erfüllen.

Erfahrungen sammeln

Es ist noch nicht klar, ob die Bestattermeisterin einmal das Unternehmen ihrer Eltern übernehmen wird, allerdings sei es ihr persönlich wichtig gewesen den Meistertitel abzuschließen, um über Qualifikationen und vielfältige kaufmännische und personalwirtschaftliche Kompetenzen zu verfügen. Zuerst einmal möchte die 25-Jährige aber arbeiten und sich noch mehr Erfahrungen aneignen.

Durch das elterliche Unternehmen war der Tod nie ein Tabu-Thema für Ketterer. "Es ist ein Thema, das man nicht stillschweigen sollte und über das man reden muss", erklärt sie. Dadurch kam auch der Gedanke über die eigene Bestattung schon öfter auf. Durch ihre Arbeit würde man schnell merken, welche Art oder Form der Abschiednahme einen selbst am meisten zusagen würde.

Bruno Bandle und Elisabeth Hummel, Geschäftsführer des Ausbildungsbetriebs, beschreiben Ketterer als eine engagierte, wissbegierige, freundliche und kollegiale Mitarbeiterin. "Für die Zukunft wünschen wir uns sehr, dass Frau Ketterer noch möglichst lange mit uns zusammen arbeiten will, da sie eine Mitarbeiterin ist, wie man sie sich nicht besser wünschen kann", ist der Geschäftsführer voll des Lobes.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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