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Villingen-Schwenningen Vom Handwerk zum Bürojob

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Artur Knapp ist seit 2008 bei Kendrion und bildet sich stetig weiter. Hier steht er vor seinem Arbeitsplatz an der Nietanlage. Fotos: Böhm Foto: Schwarzwälder Bote

Vernichtet oder formt die Digitalisierung Arbeitsplätze? Unter diesem Aspekt erzählen Mitarbeiter von der Firma Kendrion im Rahmen einer Initiative der Bundesagentur für Arbeit, wie der Strukturwandel ihre Arbeitsplätze verändert hat.

Schwarzwald-Baar-Kreis . Weg von der Montage hin zu Programmieren und dem Analysieren von Daten: "Es war ein großer Schritt", sagt Artur Knapp rückblickend, aber als gelernter Werkzeugmechaniker an der CNC Drehmaschine, das konnte "nicht das Ende seiner Karriere sein". Jetzt ist der 39-Jährige nach seiner Weiterbildung 2014 zum Maschinentechniker sichtlich zufrieden. Aber das ist noch längst nicht alles: der Vater von zwei Kindern bildet sich weiter und wechselt bald in einen neuen Bereich, verrät Ralf Wieland. Geschäftsführer der Kendrion GmbH.

Er ist froh über die enge Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und dass sie mit ihrer Initiative auf das Unternehmen zu kam. "Die Digitalisierung ist eine Sache, die läuft", betont auch Erika Faust. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen kennt die Herausforderungen des digitalen Zeitalters auf dem Arbeitsmarkt und freut sich, dass die Bundesregierung mit dem Qualifizierungschancengesetz das Thema angegangen ist.

Daten auf einem Schirm

So hat auch Nathalia Schultheis die Chance genutzt. Angefangen in einer Zeitarbeitsfirma wurde sie nach einem Jahr übernommen. Berufsbegleitend bildete sie sich zur Industriemechanikerin aus. Jetzt analysiert und prüft die 43-Jährige Produktproben auf ihre Qualität. "Ich wollte mich weiterentwickeln und nicht nur am Band stehen", erklärt sie ihre Motivation, 27 Monate lang die Abendschule zu besuchen.

Vom Handwerk zum Bürojob, so könnte man auch die berufliche Entwicklung von Anna Fichter bezeichnen. 2010 bildete sich die gelernte Industriemechanikern mit einem Fernstudium berufsbegleitend zur Technikerin aus. Die 29-Jährige erinnert sich noch gut, wie sie damals die Daten handschriftlich festhielt. Mittlerweile brauche es nur noch einen Knopfdruck und die Daten erscheinen auf einem Bildschirm, freut sie sich.

Aber alle Daten digital? 25 Angriffe müsse die IT-Abteilung täglich abwehren, weiß Fachmann Leopold Horn. Die IT-Sicherheit müsse in der heutigen Zeit natürlich ständig mitlaufen, erklärt Wieland, aber die mit der Digitalisierung einhergehende Geschwindigkeit von Daten vereinfache viele Prozesse.

Angst, unter dem Druck auf dem Arbeitsmarkt nicht mithalten zu können, brauche keiner zu haben, sagt Faust. Im Gegenteil: Technisch ausgebildetes Personal sei von Arbeitgebern umringt. Die Menschen müssten sich nur der Zeit anpassen – wie an den Computer in den 1980er-Jahren.

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