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Villingen-Schwenningen Vom EG-Schüler zum Forscher und zur Journalistin

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Christin und Christian Kuttruff berichteten am Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium an der Albert-Schweitzer-Schule von ihrem Werdegang. Foto: Schule Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Villingen. Ist das Ernährungswissenschaftliche Gymnasium (EG) eine gute Wahl für ein anschließendes Studium der Naturwissenschaften oder der Medizin?

Um diese Frage zu beantworten, sind zwei ehemalige Absolventen des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums an die Albert-Schweitzer-Schule in Villingen zurückgekehrt, um den Schülern der drei Klassenstufen einen Einblick in ihren Werdegang seit ihrem Abitur zu geben.

Ihre Entscheidung nie bereut

Christian Kuttruff und Christin Kuttruff haben sich nach der Mittleren Reife bewusst für das Ernährungswissenschaftliche Gymnasium entschieden und haben diese Entscheidung nie bereut. "Mit den Schwerpunkten Ernährung und Chemie sowie Biologie stellt das EG eine ideale Grundlage für ein Studium der Naturwissenschaften dar", betonten die beiden Ehemaligen. "Die praktischen Versuche im Rahmen des sechsstündigen Profilfaches geben darüber hinaus wertvolle Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten in einem Labor", ergänzte Christian Kuttruff.

"Vom EG-Schüler zum molekularen Architekten" war der Titel seiner äußerst kurzweiligen Präsentation. Der promovierte Chemiker zog mit seinem anspruchsvollen Vortrag die über 50 Schüler in seinen Bann. Durch die Schilderung der Stationen – vom Studium an der TU München über den wahr gewordenen Traum, an der berühmten Harvard University in Cambridge (Massachusetts) seine Masterarbeit zu absolvieren, bis zur Doktorarbeit an der LMU München, zwei weiteren Jahren Forschung in La Jolla (Kalifornien) und der Verleihung des Klaus-Grohe-Preises für medizinische Chemie im Jahr 2014 – gelang ihm ein faszinierender Einblick in seine Forschungstätigkeit, in der Christian Kuttruff immer wieder mit international anerkannten Wissenschaftlern zusammenarbeitete.

Sehr anschaulich gelang es Kuttruff, die Arbeitsweise eines Forschers im Bereich der Naturstoffsynthese näher zu bringen. Die Schüler erfuhren, dass die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung neuer Medikamente geleistet haben, was zu Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften wie Nature und Science führte und für den jungen Wissenschaftler Einladungen zu Konferenzen in Thailand, den USA und auf Hawaii nach sich zog.

Seine derzeitige Tätigkeit als Medizinalchemiker in der Pharmaforschung bietet ihm die Möglichkeit, neue Wirkstoffe und damit auch lebensrettende Medikamente zu synthetisieren. "Dies ist eine sehr kreative und erfüllende Tätigkeit", hob Christian Kuttruff hervor. Zusammenfassend betonte er, dass das Chemiestudium sehr arbeitsintensiv sei. Als bereichernd erlebte er insbesondere seine Auslandsaufenthalte.

Seinen Nachfolgern am Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium rät Christian Kuttruff, dass es darauf ankomme, sich schon früh Ziele zu setzen und sich von Misserfolgen nicht entmutigen zu lassen.

Seine Frau Christin Kuttruff ist Ernährungswissenschaftlerin und hat nach dem Abitur am EG und dem Studium in München mit dem Schwerpunkt Biomedizin ebenfalls ein Jahr an einer Universität in Boston geforscht. Nach ihrem Abschluss entschied sie sich für eine Tätigkeit als Redakteurin bei einer Kochzeitschrift und ist nun unter anderem für die Bereiche Rezeptentwicklung und digitale Medien verantwortlich. Sie stellte den Schülern neben ihrer Arbeit verschiedenste Möglichkeiten vor, als Ernährungswissenschaftler zu arbeiten. Das Spektrum reicht von der Ernährungsberatung über Verbraucheraufklärung, Produktentwicklung, Marktforschung und Koordination klinischer Studien bis zur Forschung im Ernährungsmedizinischen Bereich.

"Beide Vorträge waren sehr interessant"

Abschließend bekräftigten beide Referenten nochmals, wie hilfreich der Besuch des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums für ihr Studium war, und standen für Fragen der Schüler zur Verfügung. "Beide Vorträge waren sehr interessant. Besonders hilfreich empfand ich, zwei Ansprechpartner kennengelernt zu haben und die konkreten Angebote für Praktikumsplätze", lautete ein Kommentar eines Schülers nach der Veranstaltung.

 

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