Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Vogelfreunde betreuen verletzte Wildtiere

Von
Sonntagsausflügler fühlten sich am Wochenende beim Sommerfest des Vereins für Vogelfreunde und Vogelschutz auf dem Vereinsgelände an der Obereschacher Straße wohl. Foto: Zimmermann Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Willi Zimmermann VS-Villingen. Voll und ganz zufrieden konnte der Verein für Vogelfreunde und Vogelschutz mit seinem Sommerfest an der Obereschacher Straße in Villingen sein. Die Erwartungen in punkto Besucherandrang wurden an beiden Tagen übertroffen.

Das Gesellige stand an diesem Wochenende zwar eindeutig im Vordergrund, ein Rundgang in und um die Anlage lohnte. Hat der Verein doch in diesem Jahr quasi ein Mammutprojekt gestemmt, mit dem Rückbau der bisherigen Volieren und dem Bau der neuen Anlage. Einen weiteren Winter hätten die Bauten nicht überstanden, wie aus der von Ellen Claaßen von den Vogelfreunden erläuterten Dokumentation hervorging. Das neue Gehege wird jetzt auch der etwas veränderten Vereinsarbeit gerechter.

Ein Teil dient überwiegend der Präsentation von Vögeln, wie die verschiedenen Sitticharten von Martin Lauber, der andere Teil ist eine Auffangstation für Wildvögel. Verletzte Tiere werden gesund gepflegt, manche aber auch stationär aufgenommen, die ihr Gnadenbrot bekommen, wenn sie in der freien Wildbahn nicht mehr überlebensfähig wären. Die aufgepäppelten Wildtiere werden nach und nach wieder entlassen, vor allem die Spatzen entlassen sich in der Regel selbst, erzählt Ellen Claaßen schmunzelnd. Die Zahl der Raben war heuer besonders groß.

In Pflege wurden in diesem Jahr nicht so viele Vögel gegeben als in den Jahren zuvor. Dafür hat der Verein von einem Züchter rund 60 Wellensittiche zur Weitervermittlung übernommen. Wer Vögel halten will, müsse sich im Klaren sein, dass diese laut sein können, Dreck machen und rundum Fürsorge brauchen, stellte Ellen Claaßen klar. Die Pflege von Wildvögeln ist besonders arbeitsintensiv, nicht etwas für Laien.

Bei den Vereinsmitgliedern stehen die Liebhaberei und der Tierschutz im Vordergrund, immer weniger die Zucht und Aufzucht. Nach entflogenen Vögeln wird eher selten gesucht, so Ellen Claaßen, nur ein Anruf habe sie in diesem Jahr erreicht. Da gehe man im Allgemeinen davon aus, dass diese nur schwer wieder einzufangen sind, ihren Ausflug in die weite Welt nicht überleben, weil sie kaum in der Lage seien, sich allein durchzuschlagen. Einer dieser seltenen Ausflügler ist ein bunter scheuer Fasan, von allen Günter genannt, der sich im Wildgehege wohl fühlt.

Von den etwa 250 Mitgliedern aller Altersstufen bringt sich zurzeit ein Drittel aktiv ein, sonst wäre die Vereinsanlage an der Obereschacher ­Straße nicht in so gutem Zustand, auch Aktionen wie die aufwändige Nistkastenreinigung an der Brigach entlang vom Unteren Dammweg bis zur Feldner Mühle wären nicht möglich.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.