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Villingen-Schwenningen Verfahren gegen Ex-Facharzt wird eingestellt

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Das Verfahren gegen einen Facharzt aus der Region wurde eingestellt. (Symbolfoto) Foto: RD

Villingen-Schwenningen - Die Vorwürfe Prozessbetrug und Urkundenfälschung sind beim Gericht in Konstanz vom Tisch. Das jüngste Verfahren gegen einen Facharzt aus der Region wurde eingestellt. Die Initiatorin eines Netzwerks betroffener Patienten zieht jedoch das letzte juristische Register, in Karlsruhe. So gering die Erfolgsaussichten auch sind.

Lang ist die Liste mit Verhandlungen in diversen Gerichtssälen, in der ein Mediziner aus dem Kreis und seine Behandlungs-Methoden im Mittelpunkt des zivilrechtlichen Geschehens standen.

Neuer juristischer Anlauf

Während eines Zivilverfahrens im Sommer war der Vorwurf aufgekommen, der Fachmediziner könnte Patientenunterlagen "korrigiert" haben. Doch die Anschuldigungen der Urkundenfälschung und des Prozessbetrugs sind mittlerweile vom Tisch und sollen in Konstanz zu den Akten gelegt werden. Das Verfahren wegen Prozessbetrugs und Urkundenfälschung wurde eingestellt, bestätigte jetzt Andreas Mathy, Sprecher der Staatsanwaltschaft Konstanz. "Mangels hinreichenden Tatverdachts", erläutert er. Doch damit nicht genug. Auch weitergehende Verfahren wegen "Fehlbehandlungen" und damit im juristischen Sinne Körperverletzung, die Initiatorin Gerda Masuch mit ihren Mitstreitern vor Gericht ausgefochten haben wollte, werden laut derzeitigem Stand nicht auf der Tagesordnung landen.

Dabei ging es nicht nur um eine Handvoll neuerer Verfahren, sondern auch um jene Strafanzeigen, die im Strafprozess 2017 keine Rolle spielten. Zur Erinnerung: Im Herbst 2017 wurde der Arzt wegen Körperverletzung in sechs Fällen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, was nicht nur unter seinen ehemaligen Patienten für reichlich Frust und Verärgerung sorgte. Über 30 Strafanzeigen waren damals bei der Staatsanwaltschaft eingegangen.

All jene Betroffenen, die bei dem Strafverfahren nicht berücksichtigt wurden, so Masuch im Gespräch mit unserer Zeitung, sollten in einem neuen juristischen Anlauf Gehör finden, so der Plan. Doch auch hier schob die Staatsanwaltschaft Konstanz einen Riegel vor, denn zum Großteil seien die Angelegenheiten nun bereits verjährt. Bei Fällen von normaler Körperverletzung, erläutert Mathy, sei dies nach fünf Jahren der Fall.

Gang nach Karlsruhe

Trotz Verfahrens-Einstellungen auf der ganzen Linie denkt Gerda Masuch gar nicht daran, den Rückzug anzutreten, zudem hat sie noch weitere aktuelle Klagen in petto. Im Gegenteil. Andreas Mathy bestätigt dem Schwarzwälder Boten, dass Masuch Beschwerde gegen diese Einstellungen eingereicht habe. In Konstanz, so Mathy zum Prozedere, sei der Vorgang noch einmal überprüft worden. Mit dem Ergebnis, dass die Staatsanwaltschaft keinen Anlass dafür sehe, ihre Sicht auf die Dinge noch einmal zu ändern. "Diese Entscheidung war korrekt", bekräftigt er.

Korrekt oder nicht? Damit beschäftigt sich nun konsequenterweise die höchste Stelle in diesem Gleis, die Generalstaatsanwaltschaft in Karlsruhe, der die Verfahrensakten seit Kurzem zur Prüfung vorliegen. Diese soll nun entscheiden, ob die Verfahrenseinstellungen rechtens waren. Vergebene Liebesmüh oder hat Gerda Masuch und mit ihr viele Ex-Patienten eine realistische Erfolgs-Chance? Wie hoch solche Erfolgsquoten liegen, dazu kann Mathy nichts sagen. Doch Fakt sei, dass diese Vorgehensweise selten sei und auch eher selten zum Erfolg führe. Dennoch: Es habe auch schon erfolgreiche Beschwerden gegen Verfahrens-Einstellungen gegeben.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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