Der "Freundeskreis Heimatmuseum Tannheim" hat sich offiziell als eingetragener Verein gegründet, um den Aufbau des Heimatmuseums zu sichern und die Ortsgeschichte interessant und lebendig bleiben zu lassen. Foto: Zimmermann Foto: Schwarzwälder-Bote

Gründung: Versammlung wählt Bernd Steiner zum Vorsitzenden

Von Willi Zimmermann

VS-Tannheim. Den Freundeskreis Heimatstube Tannheim gibt es im Grunde genommen seit 20 Jahren. Jetzt hat er sich als "Freundeskreis Heimatmuseum Tannheim" als eingetragener Verein institutionalisiert.

Was in den vergangenen 20 Jahren an gedruckten Quellen, Bildmaterial und Exponaten zur Geschichte von Tannheim vor allem unter der Leitung von Helmut Neininger zusammengetragen und ausgestellt wurde, gelte es als Teamwork zu sichern und weiterzuführen, waren sich die Gründungsmitglieder einig.

Der städtische Museumsleiter Michael Hütt erinnerte an verschiedene Versuche, in Tannheim ein Museum zu etablieren. Aus dem Jahre 1973 fand er die erste Notiz, als Bürgermeister Johann Werne vorschlug, das alte Feuerwehrhaus entsprechend umzubauen. 1980 lehnte es Manfred Reinartz von den Städtischen Museen ab, Pläne für ein Mini-Museum weiter zu verfolgen. 1992 beklagte sich Ortsvorsteherin Helga Eilts, dass sich die Bürger nicht interessiert zeigen und keine geeigneten Mitarbeitern finden lassen.

"Helmut Neininger war ein Phänomen"

"Helmut Neininger war ein Phänomen und ein Glücksfall", als er 1995 die Regie übernahm, brachte es Michael Hütt auf den Punkt. Es bildete sich auch ein Freundeskreis, der sich regelmäßig traf. Doch jetzt bedürfe es neuer Strukturen, nachdem Neininger vor zwei Jahren verstarb, machte Hütt deutlich. Die Verantwortung müsse verteilt, weitergehende Inventarisierungen vorgenommen werden, und auch Leihgaben zur Ortsgeschichte sollten regelgerecht untergebracht werden können.

Die Satzung des neuen Vereins lehnt sich an der des Freundeskreises Städtischer Museen an. Der jährliche Mitgliedsbeitrag wurde nach persönlichem Ermessen auf 15 Euro "aufwärts" festgelegt.

Von den in der Zunftstube Anwesenden wurde der Gründungsvorstand einstimmig bestätigt: Bernd Steiner ­(Vorsitzender), Martin ­Zimmermann (Vize-Vorsitzender), Britta Neininger (Kassiererin), Barbara Zimmermann (Schriftführerin) sowie Rolf Hübner und Markus Holb als Beisitzer. Zu Kassenprüfern wurden Gerlinde Wehrle und Volker Neininger bestimmt.

Die Leitung der Städtischen Museen und die Ortsvorsteherin von Tannheim gehören von Amts wegen dem Vorstandsgremium an. Bernd Steiner hofft, dass es nicht nur weitergeht im Sinne von Helmut Neininger, sondern dass das Museum auch weiterhin für die Leute attraktiv ist und mit Veranstaltungen ins Leben hineingreift, solange dies mit Zeitzeugen möglich ist.

Leistungen gewürdigt

Für ihre unschätzbaren Dienste in den vergangenen 20 Jahren im Freundeskreis Heimatstube Tannheim wurden die Leistungen von Rainer und Ruth ­Rosencrantz, Rosel Neininger und auch Michael Hütt gewürdigt, der Helmut Neininger immer unter­stützte.

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