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Villingen-Schwenningen Trotz "XY"-Aufruf: keine heiße Spur

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Villingen-Schwenningen - 30 Anrufe nimmt die Kriminalpolizei in Villingen am Mittwochabend entgegen, 25 weitere gehen im Studio des ZDF in München ein. Ein entscheidender Hinweis auf den Mann, der gestern vor genau einem Jahr die Villinger Commerzbank überfallen hat, ist aber nicht dabei. Auch nach der TV-Sendung "XY ungelöst", in der das ZDF über den Fall berichtete, gibt es keine heiße Spur.

Vorwiegend bezogen sich die Hinweise der Anrufer auf die Schriftstücke, die der Täter beim Überfall auf die Bank in Villingen und eine weitere in Freiburg verwendet hatte. Weitere Mitteilungen gingen zu dem Video der Überwachungskamera der Commerzbank ein, das den Bankräuber maskiert und mit schlecht sitzender Perücke und Sonnenbrille zeigt.

Bernd Lohmiller, der zuständige Sachbearbeiter bei der Kripo in Villingen, berichtete live in der Sendung, wie der Täter bei dem Überfall vorgegangen war und welche Erkenntnisse die Kripo aus ihren Ermittlungen gewonnen haben. In einem Filmbeitrag stellten Schauspieler die Szene am 9. Dezember 2009 in der Villinger Bankfiliale nach – allerdings nicht ganz tatsachengetreu, wie Ulf Feichtinger, Sprecher der Polizeidirektion VS gestern bestätigte.

Gesprächiger TV-Täter war in Wirklichkeit ziemlich stumm

Im Gegensatz zur Realität, in der der Bankräuber ausschließlich über Zettel mit den Angestellten der Bank kommunizierte, gab sich der Täter in der ZDF-Darstellung recht gesprächig. "Er hat aber kein Wort gesagt", stellte Feichtinger gestern richtig. Alle Anweisungen hätten auf Papier gestanden. Dabei sei ein Wort besonders aufgefallen: "special".

Die englische Schreibweise sei mehrfach auf den Zetteln aufgetreten und lege die Vermutung nahe, dass ein Zusammenhang zu einem Banküberfall im Februar 2009 in Freiburg bestehen könnte, der ebenfalls bei "XY ungelöst" dargestellt wurde. In beiden Fällen hatte der Täter Zettel eingesetzt und die Mitarbeiter mit Bombenattrappen bedroht – in Freiburg scheiterte der Mann allerdings, während er in Villingen 100 000 Euro Beute machte.

Missverständlich stellte das ZDF die Flucht des Täters durch die Villinger Innenstadt im ZDF-Beitrag dar: Der Bankangestellte, der ihn als Geisel durch die Fußgängerzone begleiten musste, soll mehrfach vergeblich Passanten um Hilfe gebeten haben. Feichtinger beruhigt: "Uns ist nicht bekannt, dass der Angestellte Passanten angesprochen hat." Im Film seien ein paar Details etwas anders dargestellt worden.

Die betroffenen Mitarbeitern der Commerzbank haben den Überfall ganz gut verarbeitet, wie ein Pressesprecher in Stuttgart erklärte. Sie wollten sich aber nicht mehr äußern, sondern das Kapitel abschließen.

 

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Cornelia Spitz

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