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Villingen-Schwenningen Trauer um Münsterpfarrer Kurt Müller

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Die Mitglieder der Münsterpfarrei Unserer lieben Frau und viele Villinger trauern um den ehemaligen Dekan Kurt Müller, er verstarb am Montag. Foto: Heinig

VS-Villingen - Die Villinger Münsterpfarrei Unserer lieben Frau trauert um ihren ehemaligen Pfarrer Kurt Müller. Nach unfallbedingter kurzer Krankheit verstarb er am Montag, in den Mittagsstunden, im Donaueschinger Klinikum.

Die Nachricht hat bei vielen Mitglieder der Münsterpfarrei und bei vielen Villingern Betroffenheit wie auch Bestürzung und Trauer ausgelöst, war Kurt Müller doch 27 Jahre lang Pfarrer der Münstergemeinde und Dekan der Katholischen Kirchengemeinde Villingen.

Kurt Müller hat viel bewegt in Villingen, nicht nur in theologischer, sondern auch in historischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Von seinen großen beruflichen Projekten ist vor allem die Münsterrenovierung in Erinnerung, die er nach seinem Amtsantritt 1980 entscheidend vorantrieb.

Im Ehrenamt aktiv

Ein weiterer Punkt in seinem Wirken, an den sich viele erinnern, war der Orgelbau und auch die Spendenaktion, die er zusammen mit Hubert Waldkircher organisiert, zur Anschaffung der Jakobusglocke. Ebenso fiel die Sanierung der Benediktinerkirche in seine Amtszeit, bei dieser war er federführend. Im Jahr 2007 ging er in den Ruhestand, aber auch in diesem neuen Lebensabschnitt war Kurt Müller im Gottesdienstplan aufgeführt.

Er war sehr umtriebig und hatte zudem noch einiges an Ehrenämtern. Er war Beirat des Geschichts- und Heimatvereins in Villingen und schrieb für das Jahrbuch des Vereins immer wieder Beiträge. Zudem hatte der Verstorbene 20 Jahre lang das Amt des Vorsitzenden des Caritasverbandes Schwarzwald-Baar inne. Noch länger – 25 Jahre – war er im Aufsichtsrat der Baugenossenschaft Familienheim. Für all seine unzähligen Verdienste um das Wohl der Allgemeinheit bekam er 2010 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Der damalige Regierungspräsident Julian Würtenberger ehrte ihn für seine "hohe menschliche und soziale Kompetenz". Für viele Menschen und Institutionen wird durch seinen Tod ein kompetenter und fürsorglicher Ansprechpartner fehlen, der auch einen gewissen Weitblick besaß. Er wurde hoch respektiert und seine Stimme gehört.

Kurt Müller kam 1945 als Achtjähriger nach Villingen. Seine erste Pfarrstelle hatte er in Engen im Hegau, später war er Pfarrer in der Bruder-Klaus-Gemeinde in Villingen, bevor er in die Münsterpfarrei berufen wurden. Müller konnte noch vor knapp vier Wochen seinen 82. Geburtstag begehen. Das Seelenamt im Münster sowie die anschließende Beisetzung wird Anfang oder Mitte kommender Woche stattfinden.

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