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Villingen-Schwenningen Tenöre begeistern in Johanneskirche

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Sie begeistern über 250 Zuhörer in der Johanneskirche – die Sänger des Quartetts "Hearts IV". Geschmeidig, perfekt und lebensnah singen Kai Kluge (von links), Daniel Fix, Jonathan Walz und Felix Walz. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

Vokalmusik von Renaissance bis Pop bot das Männer-Vokalensemble "Hearts IV" im Rahmen der Sommernachtsmusiken in der Johanneskirche.

VS-Villingen. Der Name des Quartetts bietet Interpretationsspielraum. Wichtig war, was aus den bestens präparierten Kehlen heraus kam. Die Tenöre Kai Kluge und Daniel Fix sowie die Bässe Jonathan und Felix Walz traten in einem vollen Haus auf und erwiesen sich als Könige des A-capella-Gesangs, inspiriert durch Prinzen und einen Kaiser.

Die "verwegenen und vollkommenen Männer" bewegten sich mit Stolz in der Brust und siegesbewusst im Spektrum geistlicher Minne, über Wein, Weib und Gesang bis hin zu pekuniären Wunschträumen. Sie versprühten Freude an ihrer "brotlosen Kunst", die sie anspruchs- und qualitätsvoll wieder gaben. Die Güte des Gesangs wurde am deutlichsten bei "Time to say goodbye", wobei sich die Stimmen in gefühlvoller Harmonie, charaktervoll, deckungsgleich einten.

Gepflegter Gesang war bereits mit Palestrinas Motette des Christus-Empfangs "Adorna Thalamum" zu hören und besonders innig gelang Mozarts "Ave Verum" in feinster Dynamik. Die geistlichen Vorträge wurden gerundet mit romantischen Gesängen wie "Der Herr ist mein Hirt" (Bernhard Klein) und Werken Hugo Herrmanns.

Erster Tenor opernhaft

Eine Ausnahme bildete das "Exultate Deo" des Litauers Jurijus Kalcas, eine Mischung mönchischen Gesangs im modernen Gewand, mit bizarrer Rhythmik, stählernem Ausdruck und markantem Schluss. Alles rangierte unter "Zeitgeist", so der Titel einer CD des Ensembles, aber mit weit gesteckten Grenzen. Denn da kamen die Silcher-Vertonung "Barbarossa", Pigarellis berühmtes trientinisches Bergsteigerlied "La Montanara" oder das liebliche "Herbstgefühl" von Andreas Schäffer. Burschikos, rustikal, folkloristisch-heiter ging es weiter mit "Ei du Mädchen vom Lande" oder dem Barber-shop-Songs "Sweet Roses of Morn" und dem Zungenbrecher "George Jones".

Nichts war geklaut, sondern heiter verpackt transportiert: Silchers geschlechter-orientierte Lieder "In einem kühlen Grunde" und "Entschuldigung" sowie die "Schwäb’sche Erbschaft" (Richard Strauss), die zum selbstironischen "Schädelweh" (Yesterday) und zur potenten, omnipontenten "Sex bomb" führte. Immer wieder fiel der tonangebende erste Tenor mit seiner ins opernhafte Bel canto reichenden Stimme auf, bis "Mr. Sandman" als eine der Zugaben angestimmt wurde – und "wenn sie nicht verstummt sind, da singen sie noch heute".

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