Ein Stecker, der Zukunft bedeutet: Ab sofort ist der vollelektrische Streetscooter im Stadtgebiet von Schwenningen im Einsatz. Matthias Storz (von links), Autohaus Storz, OB Jürgen Roth, ­Stanislav Bondarev, Teamleiter Stadtreinigung, Geschäftsführerin Marina Kloiber-Jung und Hermann Kasischke, Hummel Kommunaltechnik GmbH, sind gespannt, wie sich das Fahrzeug im Alltag bewährt. Foto: Stadt VS Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Besonders leise ab sofort in Schwenningen im Einsatz / OB: Kommune soll als Vorbild dienen

Villingen-Schwenningen. Eine Vorreiterrolle auf kommunaler Ebene nehmen die Technischen Dienste VS ab sofort ein, denn seit wenigen Tagen ist dort ein vollelektrisches, emissionsfreies Müllfahrzeug im Einsatz. Der neue Streetscooter ist gerade einmal einer von vier Fahrzeugen deutschlandweit, die im kommunalen Bereich zum Einsatz kommen, zeigt die Stadtverwaltung auf.

"Es ist der ökologische Aspekt, der uns bewogen hat, so ein Fahrzeug anzuschaffen und zu testen, ob diese Art von E-Fahrzeugen auch im kommunalen Einsatz Sinn machen", so Marina Kloiber-Jung, Geschäftsführerin der TDVS, beim Übergabe-Termin mit dem Autohaus Storz, das den Vertrieb für diese Marke in der Region übernimmt.

Auch Oberbürgermeister Jürgen Roth zeigt sich von der Anschaffung dieses Streetscooters begeistert: "Das ist ein Weg in Richtung Zukunft und wir als Kommune sollten hier auch in gewisser Weise als Vorbild fungieren."

Das neue Müllfahrzeug, das mit handelsüblichem Strom geladen wird, zeichne sich nicht nur dadurch aus, dass es besonders leise sei und damit für weniger Belastung von Bürgern sorge, sondern auch durch den Aufbau des Leichtmüllverdichters, der von der Firma Hummel Kommunaltechnik GmbH angefertigt werde, der fünf Mal so viel Müll pressen könne, wie das bisherige Fahrzeug, informiert die Stadtverwaltung weiter. Mit einer Reichweite von etwa 100 Kilometern schaffe das Fahrzeug das tägliche Kilometerpensum von rund 60 Kilometern ohne Probleme. Das Fahrzeug solle im Innenstadtbereich von Schwenningen zum Einsatz kommen.

Bei der Einweisung der Mitarbeiter der TDVS hätten diese schon ein positives Fazit gezogen: "Er ist wendig und fährt sich sehr komfortabel. Außerdem lässt sich auch die Müllpresse dank des automatischen Bedienpanels kinderleicht bedienen", sagt Stanislav Bondarev, Teamleiter des Bereichs Stadtreinigung.

Im Einsatz bewährt haben sich die Fahrzeuge bereits bei der Deutschen Post, die schon seit geraumer Zeit auf den vollelektrischen Streetscooter setzt. Die Technischen Dienste VS haben das Müllfahrzeugt vorerst geleast und sind nun selbst gespannt, welche praktischen Erfahrungen mit dem neuen Modell gesammelt werden.

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