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Villingen-Schwenningen SWR-Fernsehen überträgt Villinger Fasnetsumzug

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OB Jürgen Roth (von links), Sebastian Käfer (Fleck-Fleck), Artur Repp und Anselm Säger blicken bei der Mitgliederversammlung der Zuggesellschaft auf die nahende Fastnachtssaison. Foto: Heinig

Villingen-Schwenningen - Das Fernsehen kommt! Der Große Villinger ­Umzug am Fastnachtsdienstag wird vom SWR live übertragen. Diese "coole ­Sache" kündigte Zunftmeister Anselm Säger bei der Mitgliederversammlung der Zuggesellschaft Villingen an.

Die fünf Kameras werden am 25. Februar in der Oberen Straße stehen. 50 Fernseh­leute werden erwartet und ein Münsterplatz voller Lastwagen. Als Co-Moderator neben dem Volkskundler Werner Mezger wird Peter Kerber die Fernsehzuschauer in die Geheimnisse der Villinger Fasnet einführen.

Um ein Regiebuch schreiben zu können, bittet der Sender alle Vereine eine DIN A 4-Seite an Informationen pro Figur einzureichen. Außerdem, so Säger, "müssen wir Umzugslöcher vermeiden". Das dürfte angesichts der zu erwartenden erhöhten Anzahl an Hästrägern und Umzugsteilnehmern, die "ins Fernsehen wollen", indes kein Problem sein, befand Kerber.

Die Vereine der Zuggesellschaft Villingen stecken also nicht nur deswegen schon tief in den Vorbereitungen für die Villinger Fasnet 2020. Die im nächsten Jahr jubilierenden Fleck-Flecks, 1975 gegründet, haben schon den Pin gestaltet, der ihre Figur – schwarze Filzflecken mit Glöckle, Stoffhaube und Karbatsche, begleitet vom Villinger Adler – vor dem Torbogen des Kaisertürmles zeigt.

Einmal mehr hoffen der Vorsitzende der Gesellschaft, Oberbürgermeister Jürgen Roth, sein Stellvertreter ­Anselm Säger und Geschäftsführer Artur Repp, dass dessen Verkauf gut läuft. Bei der Fasnet 2019 wurden von den 12 000 Pins gerade einmal 8000 an Mann und Frau gebracht, was damit nur wenig zu den Gesamtkosten der Fastnacht in Villingen und Schwenningen in Höhe von insgesamt 240 000 Euro beisteuerte. Gleichwohl seien die Planzahlen erreicht worden, berichtete Repp.

Pins sollen bemalt werden

210 000 Euro lasse sich die Stadt die Einmaligkeit und die touristischen Anziehungspunkte während der hohen Tage gerne kosten, so Roth. Um das Abzeichendilemma dennoch zu entschärfen, entstand die Idee, zu den von der Bevölkerung vermissten Spritzgussabzeichen zurückzukehren, berichtete Säger.

Einen kostenlosen Produzenten der Rohlinge habe man bereits an der Hand, jetzt gelte es, Menschen zu finden, Vereinsmitglieder, Schulen, aber auch Private, die diese bunt bemalen. "Denn nur dann haben sie einen Sammlerwert und werden auch gekauft", so der Zunftmeister. Zudem könne man den Preis um einen Euro auf fünf Euro erhöhen und damit die Bemaler honorieren, die, so die Erfahrung, nicht gerade Schlange stehen. "Das wäre doch etwas für die Klassenkasse", regte Hexenzunftmeister Meik Gildner an. Nach den kommenden Mitgliederversammlungen und der Fasnet erbat der Vorstand Rückmeldungen dazu aus den Vereinen. "Schön wär’s schon", resümierte Säger.

Zum traditionellen internationale Frühschoppen am Fasnetsdienstag von 10 bis 12 Uhr, der den Vertretern von allen Vereinen bislang schon offenstand, soll künftig offiziell eingeladen werden – auch das ist eine Neuigkeit. Stattfinden werde er am gewohnten Ort, aber nach der Übernahme der Altenbegegnungsstätte am Romäusturm durch die Katzenmusik, mit neuen Wirten. Die Gastvereine sind in diesem Jahr turnusmäßig die Hexengilde Sauerwasen und die Narrenzunft Weigheim sowie auf Einladung der Fleck-Fleck als Jubilare die Narrenzunft Bergteufel aus Oberprechtal.

Absage an Gayser-Gilde

Etwas Aufregung gab es am Schluss noch beim Thema Kinderumzug. Die Fleck-Fleck dürfen in diesem Jahr "ausnahmsweise" mitlaufen, die Gayser-Gilde aus Obereschach erhielt dagegen eine Absage. Die Begründung: Der Zug dürfe bei Teilnahme von fünf bis sieben Kindergärten und Schulen nicht zu lang werden. Die kleinen Vereine fühlen sich benachteiligt und fordern, dass die Erwachsenen auf ein Mindestmaß an Begleitpersonal reduziert werden, "dann wäre Platz für alle". Eine Regelung versprach der Vorstand für 2021.

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