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Villingen-Schwenningen Superblitzer nach Brandanschlag außer Gefecht

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Der Blitzeranhänger der Stadt ist in Brand gesetzt worden. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Nach einem Brandanschlag hat die Verkehrsüber­wachung mit dem "Superblitzer" auf den VS-Straßen ein jähes Ende gefunden. Falls der Täter zuvor in die Radarfalle geraten ist, dürfte er nun aber schlechte Karten haben.

Sieben Monate war der Enforcement Trailer – auch "Superblitzer" genannt – auf den Straßen der Doppelstadt unterwegs, um Geschwindigkeitssünder zu jagen. Doch ein Brandanschlag auf das 170.000 Euro teure Gerät am Samstagabend im Bereich der B  33 bei Villingen sorgt nun dafür, dass der Blitzeranhänger vorerst außer Betrieb ist.

Anhänger aufgegebort worden

Wie bereits berichtet, hatte eine Autofahrerin gegen 22.30 Uhr gemeldet, dass das Gerät brennen würde. Die angerückte Feuerwehr konnte das Feuer zwar schnell unter Kontrolle bringen, offenbar entstand dennoch erheblicher Sachschaden. Denn der Täter ist mit brachialer Gewalt vorgegangen, wie die städtische Pressesprecherin Madlen Falke auf Anfrage unserer Zeitung erklärt: "Die Verursacher haben den Enforcement Trailer mit größerem Werkzeug aufgebohrt und von innen heraus angezündet."

Ein derartiges Ausmaß an Schaden sei in der Stadt seit der Anschaffung des Geräts noch nicht vorgekommen, wie Falke betont. Bislang sei der Blitzer lediglich beschmiert worden – vermutlich auch deshalb, weil ihm Beschädigungen nicht viel anhaben können. Falke: "Der Anhänger selbst ist sehr robust und an sich gut vor Vandalismus geschützt. Die Außenhülle aus massivem Material ist sogar schusssicher."

Unklar, wie hoch der Schaden ist

Dennoch sei beim Anhänger ein Schaden entstanden. Um diesen zu begutachten, ist er laut der Pressesprecherin direkt am Montag in eine Fachfirma transportiert worden. "Wir wissen noch nicht, wie hoch der Schaden ist. Solange der Trailer geprüft und Instand gesetzt werden muss, ist der nicht einsatzbereit", so Falke.

Beim Hersteller des Anhängers, Vitronic aus Wismar, macht man deutlich, dass das Herzstück der Anlage bei solchen Anschlägen aufgrund der guten Sicherung und einer eingebauten Feuerlöschanlage nur selten beschädigt wird. "Dafür müsste es schon sehr lange brennen, in der Regel sind das nur Karosserieschäden", so Vertriebsleiter Thomas Fabricius. Doch nicht nur das: Die Beschädigung würde sich auch nicht lohnen, um Daten zu löschen. "Das ist vergebliche Liebesmühe", betont Fabricius.

Verstöße werden direkt übertragen

Denn direkt nach dem Verkehrsverstoß würden diese Daten direkt drahtlos zur Bußgeldstelle übertragen. "Um den Verstoß nichtig zu machen, ist das anzünden also nicht dienlich", so Fabricius. Ganz im Gegenteil: Es sei nicht das erste Mal, dass über die in den Radar geratenen Verkehrsteilnehmer Rückschlüsse auf mögliche Täter gezogen werden können.

Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass ein Bild des Täters beziehungsweise seines Kennzeichens seit Samstagabend bereits der Polizei vorliegt. Diese erklärt auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Ermittlungen hierzu derzeit noch laufen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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