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Villingen-Schwenningen Studentenviertel für Polizeischüler wächst

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Der der vier großen Wohnblöcke im ehemaligen französischen Qaurtier sind bereits kernsaniert worden. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Das erste große Villinger "Studentenviertel" wächst kontinuierlich. Seit Sommer 2018 werden die ehemaligen französischen Wohnblöcke temporär zu Studentenbuden für angehende Polizisten umfunktioniert. Bei den Verantwortlichen zeigt man sich zufrieden vom reibungslosen Ablauf.

Zufrieden blickt Rainer Müldner, Chef der Wohnungsbaugesellschaft Villingen-Schwenningen (Wbg) auf die strahlend weißen Fassaden der Mehrfamilienhäuser entlang der Kirnacher Straße. Gemeinsam mit den Partner der Baugenossenschaft Familienheim sowie der Baugenossenschaft Villingen hatte das Dreiergespann als Teil des Bündnisses Für Faires Wohnen die ehemaligen Mehrfamilienhäuser für französische Streitkräfte gekauft, um sie zu sanieren. "Es ist eine Meisterleistung gewesen, in diesem Zeitraum den ersten Bauabschnitt abgeschlossen zu haben", erklärt Müldner. Denn innerhalb weniger Monate war es gelungen, die ersten Wohnungen herzurichten.

Das wurde bereits geschafft

So konnten bereits im März in der Pictoriusstraße drei Mehrfamilienhäuser – nach kurzer Sanierungsphase – für 92 Polizeistudenten zur Verfügung gestellt werden. Zum Wintersemester 2019, also vor rund einem Monat, hat man drei große Wohnblöcke an der Kirnacher Straße fertiggestellt, um dort Studenten unterzubringen. "Wir sind froh, dass auch die Außenanlagen nun teilweise fertiggestellt wurden, um dort Parkraum zu schaffen", berichtet der Wbg-Geschäftsführer.

Die Sache mit dem Parken

Apropos Parken: Die Reaktivierung des Wohnraums – insbesondere, weil in den Wohnungen bis zu fünf Studenten unterkommen – hat jedoch auch eine Verknappung des Parkraums zur Folge. Zwar betont Müldner, dass mehr Parkraum geschaffen wurde, als gefordert wurde – dennoch beschäftigt die Anwohner das Thema. Die Verantwortlichen zeigen sich deshalb dankbar darüber, dass die Stadt mit der Schaffung weiterer Parkplätze vor wenigen Wochen in der Richthofenstraße sowie in der Kirnacher Straße unkompliziert Abhilfe geschaffen habe. Mülder macht aber ebenso deutlich: Die angespannte Situation werde nur über einen überschaubaren Zeitraum herrschen – denn die Studentenwohnungen haben nicht dauerhaft Bestand.

So geht es weiter

Zwei größere Blöcke, für die sich die Wbg verantwortlich zeichnet, befinden sich derzeit noch in der Sanierungsphase. Deren Gestaltung richtet sich nach den bereits kernsanierten Mehrfamilienhäusern. Sprich: Die Objekte werden komplett entkernt, sie erhalten einen Aufzug, neue Balkone und die Dächer werden abgetragen, um dort in Holzbauweise ein vollwertiges Geschoss zu schaffen. Darüber hinaus werden Zwischenwände eingezogen, die jedoch nur für die studentische Nutzung gedacht sind und später wieder entfernt werden sollen. "Die Häuser haben anschließend KfW 55-Standard, sie sind also besser gedämmt, als so manche Neubauten", berichtet Bauleiter Jürgen Kern vom Architekturbüro Behnisch.

Beim Gebäude Dattenbergstraße 1 und 3 habe man die Arbeiten an der Fassade, insbesondere die Dämmung, größtenteils erledigt. "Wir können nun drinnen heizen und über den Winter den Innenausbau vorantreiben", so Kern. Bis zum Sommer 2020 sollen die dortigen Wohnungen bezugsfertig sein.

Zwei Häuser weiter (Hausnummer 9 und 11) gilt es momentan noch den Überbau des Treppenhauses abzureißen, das weitere (hölzerne) Stockwerk auf dem Dach könne je nach Bedingungen auch im Winter aufgesetzt werden. Hier fehlt außerdem noch der Vollwärmeschutz und der gesamte Innenausbau. "Wir wollen bis zum März 2021 durch sein", berichtet Peter Fürderer, Leiter Bau und Technik bei der Wbg. Mit deren Fertigstellung ist die Quartierssanierung vorerst abgeschlossen – dann kommen in den Gebäuden rund 500 Polizeistudenten unter.

Dass der Zeitplan eingehalten werden kann, sei der guten Zusammenarbeit mit den regionalen Handwerkern zu verdanken. Es handle sich dabei auch um einen nicht zu vernachlässigenden Wirtschaftsfaktor, so würden in den großen Blöcken teilweise fast sechs Millionen Euro investiert.

Blick in die Zukunft

Das Villinger Studentenviertel ist allerdings nur auf Zeit angelegt. "Die Verträge laufen sechs Jahre", berichtet Müldner. Danach sollen die 130 Wohnungen der Wbg sowie den Baugenossenschaften Familienheim und Villingen als geförderter Wohnraum und damit der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Nur aufgrund dieser Deals – zuerst Polizeistudenten, dann geförderter Wohnraum – habe das "Bündnis Für Faires Wohnen" die Möglichkeit zum Kauf der Mehrfamilienhäuser erhalten. Müldner betont deshalb, es freue ihn, den Studentenstandort VS und die Polizeihochschule auf diese Weise zu unterstützen. Fürderer: "Zumal die Öffentlichkeit auch die Einstellung weiterer Polizisten fordert."

Sobald die Studenten ausgezogen seien, würde dies zu einer Entspannung auf dem Mietermarkt sorgen – allein bei der Wbg würden sich derzeit 800 Interessenten auf der Warteliste befinden. Kurzfristig Wohnraum schaffen könnte ein weiteres Wbg-Projekt, welches 30 Wohnungen umfasst. Näher ins Detail möchte Müldner aber nicht gehen. "Wir befinden uns noch in Kaufverhandlungen", erklärt er. Voraussichtlich im Januar gäbe es hier Konkretes zu berichten.

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