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Villingen-Schwenningen Stich für Stich zum Nähführerschein

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Unter der Anleitung von Leiterin Michaela Singer-Götz machen die jungen Teilnehmer ihre ersten Schritte an den Nähmaschinen in Singers Nähwelt. Fotos: Volz Foto: Schwarzwälder Bote

Jeden Tag können die Kinder aus Villingen-Schwenningen im Kinderferienprogramm aus verschiedenen Aktivitäten und Ausflügen auswählen. Das Angebot reicht von Einr­radkursen, Marzipan modelieren bis hin zum Nähführerschein. Diesen wollte auch ich haben.

VS-Schwenningen. Seit ungefähr drei Jahren besitze ich nun schon meinen Autoführerschein. Von Nähmaschinen hingegen habe ich gar keine Ahnung, selbst vor einfachen Näharbeiten schrecke ich bisher noch zurück. Um das zu ändern, sitze ich zwischen sechs Kindern in Singers Nähwelt in Schwenningen, um endlich auch den Nähmaschinenführerschein mein Eigen nennen zu können.

Obwohl ich deutlich älter bin als die anderen Teilnehmer, bin ich einer der wenigen im Kurs, die noch nie vor einer Nähmaschine saßen. Matti, eines der Kinder, hat sogar seine eigene Maschine mitgebracht. Diese hat er zum Geburtstag von seinen Eltern bekommen. Viele der Kinder waren schon einmal bei einem Nähkurs in Singers Nähwelt und können mir ein paar Sachen erklären. Denn ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, was all diese Knöpfe bedeuten. Am Anfang beginnen wir erst einmal ohne Stoff und Faden. Erste Übung: Auf einem Blatt Papier gerade Linien mit der Nähmaschine nachziehen. Mit meinen ersten Linien wäre ich im Geometrie-Unterricht wahrscheinlich durchgefallen, doch mit jedem Versuch wird es besser.

Nächster Schritt: Ecken nähen. Langsam die Linien nachziehen, dann genau an der Ecke stoppen, den Näh-Fuß hoch (aber nicht schnappen lassen) und dann das Blatt drehen, Fuß wieder runter und weiter der Linie nach. Ich schieße manchmal ein bisschen übers Ziel hinaus, doch nach und nach können sich meine Ecken sehen lassen.

Nach den Übungen geht es dann das erste Mal an Stoff und Faden. Das Einfädeln des Fadens in die Nähmaschine ist eine Kunst für sich. Oben einfädeln, dann rechts herum, links wieder nach oben. Gefühlt muss der Faden zweimal um die ganze Maschine gewickelt werden, bis ich ihn durch die Nadel stecken kann. Das Nähen an sich ist dann einfacher als gedacht. Die Maschine übernimmt den größten Teil der Arbeit.

Unser erstes Projekt ist eine Tasche aus Filz. Zuerst probieren wir auf dem Filz die verschiedenen Stiche der Nähmaschine aus. Diese kann selbstständig Herzen, Blumen und auch Namen nähen. Ich bekomme dabei immer wieder Tipps von meinen Mitstreitern, welche Stiche ich doch unbedingt einmal ausprobieren muss. Nach der Verzierung wird die Tasche zusammengenäht. Dabei "gelingt" es mir auch das erste Mal, alle Fäden zu verknoten und die Maschine zu verstopfen. Doch mit der Hilfe von Kursleiterin Michaela Singer-Götz bekommen wir es am Ende alle hin.

Jetzt geht es noch darum, zwei Knöpfe anzunähen, damit wir die Tasche auch schließen können. Diesmal nähen wir von Hand. Es funktioniert erstaunlich gut. Ich kann zwar nicht garantieren, wie lange meine Knöpfe halten, doch bis jetzt sitzen sie wie eine Eins. Wer selbst ausprobieren möchte, ob das Nähen etwas für einen ist, bietet Singers Nähwelt auch immer wieder Kurse für Erwachsene an. Am 15. Oktober wird gelernt, seine eigene Jogginghose zu nähen. Und wie meinte Matti am Ende, nachdem wir alle stolz unsere Nähführerscheine erhalten hatten: "Wenn man zehn Führerscheine bekommen hat, erhält man einen goldenen." Ich habe also noch einiges vor mir.

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