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Villingen-Schwenningen Stets bunt, üppig und vielfältig

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Die Aufführunngen der Kindertanzgruppe sind zwei der Programmpunkte während der Jubiläums-Hockete zum 50. Geburtstag der Kleingartenange im Gunnental. Fotos: Bombardi Foto: Schwarzwälder Bote

Klein aber fein feierten die Kleingärtner das 50-jährige Bestehen ihrer Gartenanlage im Gunnental bei der jährlichen Sommer-Hockete auf der Terrasse der Vereinsgaststätte.

VS-Schwenningen. In Eigenregie sorgten sie mit einem Angebot von delikat zubereiteten Speisen, wie Schaschlikspießen oder vor allem frischen Salaten, dass die Gaumenfreunden aller Gäste auf ihre Kosten kamen. Ein Auftritt des Swano Big Band Saxophon-Quartetts und Vorführungen von Kindertänzen unter der Leitung von Angelika Schneider sorgten für Stimmung. Das von Viktoria Belov angebotene Kinderschminken rundete das kleine Programm ab.

Im Mittelpunkt stand indes das gesellige Beisammensein und kameradschaftliche Gespräche zwischen Gästen und Kleingartenbesitzern. Vorsitzender Wolfgang Fürstenberg verband seine Begrüßung mit einem kurzen historischen Rückblick auf die vergangenen fünf Jahrzehnte der Gartenanlage.

Es war 1964, als sich die Überlegungen einer gemeinsamen Kleingartenanlage im Gunnental konkretisierten. Der Verein bestand zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Jahrzehnten. Die Mitglieder pflegten ihre Gärten indes bei ihren Eigenheimen. Am 27. Mai 1969 war es dann soweit. In Anwesenheit des ehemaligen Bürgermeisters und Gönners Gerhard Gebauer sowie des damaligen ersten Vorsitzenden Göttler erfolgte der Spatenstich für die neue Kleingartenanlage. Es entstanden in einem ersten Schritt 49 Parzellen. Bereits 1971 waren sie komplett verpachtet und die Vergabe erfolgte durch Verlosung. Im Mai 1974 erfolgte der Bau des Vereinsheims und eines benachbarten Kinderspielplatzes. Der Wunsch nach einer Kleingartenanlage wuchs stetig, was im Jahr 1975 schließlich zur Erweiterung um weitere 35 Parzellen auf die heutige Größe von 81 Parzellen führte. 1979 folgte der Bau des Geräteschuppens in Eigenregie.

Noch heute sind zehn Gründungsmitglieder in der Gartenanlage aktiv. Unter ihnen Karl Butscher und der ehemalige Kassierer Hans Rössel. Die aktuelle Kassiererin Annette Müller spielte bereits als Kind in der Kleingartenanlage im Gunnental und übernahm den Kleingarten ihrer Eltern. Sie ist ein Beispiel dafür, dass sich die Faszination am Kleingärtnern über Generationen vererbt.

Die Integration von Mitgliedern unterschiedlicher Nationen und das gemeinschaftliche Miteinander sind bis zum heutigen Tag ein Markenzeichen des Vereins, dem es in seiner langen Geschichte gelang, unvorhergesehene Herausforderungen zu meistern. Exemplarisch führte Wolfgang Fürstenberg die Behebung der Schäden nach den beiden Hagelunwettern 2002 und 2006 oder den unglücklich entstandenen Wasserrohrbruch auf.

Die eigentliche Vereinsgründung der Kleingärtner erfolgte bereits einige Jahrzehnte zuvor. Doch damals hatten die Mitglieder die Gärten noch bei ihren Eigenheimen. Zu ihrem 50. Geburtstag präsentiert sich die Kleingartenanlage in voller Blüte. Bunt, üppig und vielfältig gestalten sich die Gärten. Fürstenberg nutzte die Gunst der Stunde und richtete den Blick in die Zukunft. "Der Trend bei den Kleingärtnern verlagert sich schwerpunktmäßig vom Nutzgarten zum Freizeitgarten." Zudem fordern die Klimaveränderungen die Kleingärtner in zunehmendem Maße. "Inzwischen reifen die Tomaten in unserer Region im Freien. Das war früher undenkbar", nennt Fürstenberg ein Beispiel. Weit fortgeschritten sind die Kleingärtner auch in ihrem Bestreben, den Vorstand kontinuierlich zu verjüngen.

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