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Villingen-Schwenningen Sterben als Teil des Lebens begreifen

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Maria Hanßmann (von links) Giusi Grikusm Francesco Noce, Maria Noce, Vanessa Noce, Mechtild Wohnhaas-Ziegler (alle Vorstand im Hospiz-Förderverein), Volker Kauder, Sven Hinterseh und Rupert Kubon bei der Feierstunde. Foto: Schück Foto: Schwarzwälder Bote

"Ich bin stolz, Bürger einer Gemeinschaft zu sein, wo so viel Dienst am Nächsten getan wird", sagte Landrat Sven Hinterseh in einem Grußwort zum zehnjährigen Bestehen des Hospiz-Fördervereins. Volker Kauder sagte den Ehrenamtlichen besonderen Dank.

Schwarzwald-Baar-Kreis. Er sei auf Einladung von Thorsten Frei zur Feierstunde im Landratsamt gekommen, erklärte der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, der als ehemaliger Sozialdezernent von Tuttlingen "schon vieles gesehen hat". Man frage sich, warum es so lange gedauert habe, bis Hospize entstanden seien. Er lobte Maria Noce, die Geschäftsführerin und Gründerin des Hospizes Via Luce in Schwenningen. "Das ist ein großer Verdienst von Ihnen, dass sie das gemacht haben." Die Hospizbewegung, so Kauder, müsse noch stärker in der Gesellschaft Fuß fassen. "Diese Art, tätig zu sein, ist eine besondere Herausforderung, das Sterben als Teil des Lebens zu begreifen", so der Politiker. Der jüdische Philosoph Martin Buber habe gesagt: "Alles wahre Leben ist Begegnung". Die in der Hospizarbeit Tätigen "tragen Begegnung zu den Sterbenden", sagte Kauder. Natürlich sei Abschied nehmen mit Trauer verbunden. "Aber wenn man einmal in eine solche Einrichtung kommt, ist man erstaunt, dass es dort nicht traurig zugeht". Nur diejenigen, die sich einbrächten in die Gesellschaft, könnten erreichen, "dass es herzlich und sozial zugeht". In den Koalitionsvereinbarungen sei vereinbart, mehr für Ehrenamtliche zu tun. Besonders hob Kauder hervor, dass Noce sich künftig im Bereich Kinder und Jugendliche engagieren wolle. "Das ist eine neue Qualität und bietet ganz neue Möglichkeiten." Bei den Kindern habe er sehr viel Tapferkeit erlebt..

Maria Noce, so erklärte Thorsten Frei, habe eine Versorgungslücke in der Region geschlossen. "Sie sind eine außergewöhnliche Frau, haben sowohl Herz als auch Hirn, sowohl Organisations- als auch Motivationstalent und sind eine erfolgreiche Unternehmerin", lobte Frei. "Geld ist nicht alles, was Sie einbringen an Herzblut, ist durch nichts zu ersetzen."

Landrat Sven Hinterseh erzählte, dass er vor 15 Jahren Zivildienst im St. Marienhaus in Freiburg geleistet habe. "Obwohl Sterben dort an der Tagesordnung war, gab es keinen Raum zum Sterben. Ähnlich war es in Villingen-Schwenningen." Es freue ihn sehr, dass Via Luce sehr gut angenommen worden sei. "Mitten in der Gesellschaft wird sehr gute Arbeit geleistet", so Hinterseh. Der Landrat lobte, dass Via Luce nun eine große Lücke mit dem Kinder- und Jugendhospiz schließen wolle.

Ehrenamtliche Mitarbeiter im Hospiz stellten im Sitzungssaal anschließend ihre Arbeit vor. Roland Kiefer erinnerte an das "Memento mori", das im Mittelalter selbstverständlich war. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Rupert Kubon sprach Maria Noce ein Schlusswort. Uli Frey und Christine Baumann umrahmten die Veranstaltung musikalisch.

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