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Villingen-Schwenningen Stadtverwaltungen aus VS werden vereint

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Die Stadtverwaltungen aus VS werden vereint. Foto: eisuretime70/Fotolia.com

Villingen-Schwenningen - Die Rathäuser in Villingen und Schwenningen sollen bleiben, der Rest der Stadtverwaltung VS aber soll künftig auf dem ehemaligen Kasernenareal Mangin vereint werden. In einer selten konstruktiven und harmonischen Sondersitzung fällte der Gemeinderat gestern einen historischen Beschluss.

Das Thema Zusammenführung der Stadtverwaltung ist nämlich so alt wie die Vereinigung der beiden Städte Villingen und Schwenningen selbst. Seit 45 Jahren gärt das Thema. Vorläufiger Höhepunkt war vor drei Jahren der Bürgerentscheid, der damals gegen ein zentrales neues Rathaus im Zentralbereich bei geschätzten Investitionskosten von rund 47 Millionen Euro gefällt worden war.

Die Drei-Jahres-Frist des Bürgerentscheids ist verstrichen, und heute hält selbst Oberbürgermeister Rupert Kubon die für ihn einst ziemlich unrühmlich ausgegangene Debatte rund um den Bürgerentscheid für "wichtig". Nun könne man unter neuen Voraussetzungen die Frage der Zusammenführung der Verwaltung erneut stellen. Auf sage und schreibe 13 einzelne Gebäude ist die Verwaltung der Doppelstadt aktuell noch verteilt – eine "sehr komplizierte und auch teure" Angelegenheit, wie nicht nur der Oberbürgermeister befand.

Seit dem Bürgerentscheid am 21. Oktober 2012 hat sich viel getan. Unter anderem beriet ein Arbeitskreis zur Neuordnung der Verwaltung in dieser Sache. Die gestern nun zugrunde liegenden Vorschläge, wie sich das Problem lösen ließe, beruhten unter anderem auf dessen Arbeit – aber auch auf einem Schicksalsschlag: dem Abzug der französischen Truppen vom Mangin-Gelände 2014. Seither liegt das Areal im Dornröschenschlaf. Und nun soll es von der Stadtverwaltung wachgeküsst werden.

Eine andere Variante, ein Neubau einer Verwaltung auf dem alten Tonhallen-Areal in Villingen hatte zwar den Charme einer zentraleren Lage und architektonischer Möglichkeiten, aber: er wäre teurer gewesen, Parkraum hätte sich nur begrenzt verwirklichen lassen, Fördergelder ließen sich dafür kaum gewinnen und das zu lösende Problem "Nachnutzung Mangin" stünde dann immer noch im Raum.

Weitere Varianten, wonach man neben den beiden Rathäusern nicht nur einen der beiden Standorte Mangin oder Altes Tonhallenareal als Verwaltungsstandort wählt (diese Varianten wurden unter dem Titel "2 +1" zusammengefasst"), sondern zusätzlich zu den Rathäusern auch noch das Schwenninger Steinel-Areal weiterhin anmietet (Variante 2+1), fielen mangels Zuspruch im Gemeinderat schon recht schnell nach Beginn der Diskussion unter den Tisch.

Eines jedoch wurde im Laufe des Abends immer lauter: Die bange Frage, inwiefern der favorisierte Beschluss zur Bündelung der Verwaltung vielleicht doch dem im Bürgerentscheid 2012 gefassten Bürgerwillen widerspricht. Ging es den Wählern nun mehrheitlich darum, in der Standortfrage der Verwaltung beide Stadtbezirke gleichrangig zu behandeln? Dann wäre die 2+2-Lösung wohl in deren Sinne, vermutete so mancher kritische Gemeinderat gestern. Oder war es vielmehr erklärter Bürgerwille, keine 47 Millionen Euro in ein Zentrales Rathaus zu investieren, wie Maria Noce von der CDU meint? Dann wäre die jetzt gewählte Variante tatsächlich das gewünschte "Schnäppchen".

Bertold Ummenhofer und Rudolf Nenno, welche mit ihren Unterschriftensammlungen für den Bürgerentscheid 2012 nicht unwesentlich dazu beigetragen hatten, diesen überhaupt erst zu realisieren, versuchten beide für mögliche Schwenninger Befindlichkeiten zu sensibilisieren. In Ummenhofers Augen "machten viele Schwenninger damals mit","weil ihnen klar war, dass Schwenningen abgewertet würde" – nichtsdestotrotz: Auch er selbst sprach sich für eine Mangin-Variante aus, wenn auch die Variante 2+2 und begründete dies mit der Möglichkeit zur Akquise von Fördergeldern und der besseren Parkplatzlösung.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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