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Villingen-Schwenningen Hauptbeweggründe

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Die acht von den zwölf Stadträten, die gegen ein zentrales Rathaus sind, formulierten ihre Hauptbeweggründe.

Bernd Hezel: Mit den 30 Millionen Euro Kreditaufnahme verdoppele sich der jetzige Kreditstand des städtischen Haushalts. Dann sollen noch neun Millionen Euro aus dem Sonderhieb des Forstes für den Neubau verwendet werden, eine Summe, die aber aus dem allgemeinen Haushalt für die Sanierung von Schulen und Straßen gedacht sei. Das Geld fehle in der Rücklage. Vor vier Jahren sei nicht mal Geld für eine Machbarkeitsstudie vorhanden gewesen, "jetzt hat sich irgendwo der Himmel geöffnet und wir schwimmen im Geld."

Alt-OB Gerhard Gebauer sei schon mal auf dem falschen Dampfer gewesen, als er die Hochschulen auf die grüne Wiese bauen wollte. Dann würde heute noch die Kienzle-Ruine in Schwenningen stehen, und die Gartenschau wäre auch nicht gekommen.

Ulrike Heggen: Das Ausbluten der Innenstädte ist für sie eine große Belastung. Am 5. Juli 2011 habe die Verwaltung gesagt, dass man beim Bau des Schilterhäusles zu euphorisch gewesen sei bezüglich der Bevölkerungsentwicklung, deshalb müssten die Zentren gestärkt werden. Die Dezentralisierung sei die Zukunft, auch angesichts der technischen Möglichkeiten und der immer weniger werdenden Stellen. Wobei in Villingen eine Bündelung der Standorte erforderlich sei. "Wenn wir das neue Gebäude bezahlt haben, brauchen wir es gar nicht mehr."

Dietmar Wildi: Mit einem zentralen Rathaus hätte er keine Probleme, wenn die Stadt nicht Dinge machen müsste, die seit zehn Jahren auf der Warteliste stehen. Als Beispiel nannte er die Erschließungsbeiträge, die die Häuslebauer in diversen Wohngebieten längst bezahlt haben, aber die Straßen immer noch nicht geteert seien.

Ernst Reiser: Er glaubt dem Oberbürgermeister die 46 Millionen Baukosten nicht. Kubon habe ihn bei großen Projekten schon mehrfach angelogen. Es sei davon auszugehen, dass sich die Kosten für das zentrale Rathaus während des Baus erhöhen. Dann bleibe dem Gemeinderat nichts anderes übrig, als zuzustimmen. Die Wirtschaftlichkeit des Projekts stehe auf tönernen Füßen. "Ich lasse mich nicht auf so ein Abenteuer ein." Bei der Landesgartenschau wurde zunächst von 32 Millionen Euro Kosten ausgegangen, am Ende seien es 50 Millionen Euro gewesen. Beim Neckartower würden monatlich 27 000 Euro Verlust anfallen.

Friedrich Bettecken: Er will keinem Haushalt mehr zustimmen, in dem Kredite aufgenommen werden. Es sei beschämend, wenn beispielsweise die Weinpräsente für Senioren abgeschafft werden, um zu sparen.

Henning Lichte: Die große Hektik in den vergangenen Monaten erklärt er sich damit, dass nicht wegen der günstigen Zinsen das zentrale Rathaus schnell beschlossen werden soll, sondern weil die Haushaltsberatungen bevor stehen.

Dass am Samstag in der Schwenninger Innenstadt städtische Mitarbeiter Luftballons mit der Aufschrift "Für die Zukunft unserer Stadt" an Kinder verteilten, sei Wahlpropaganda gewesen.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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