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Villingen-Schwenningen Stadtbus: VGVS zieht Angebot zurück

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Der Stadtbuslinienverkehr in VS wird neu ausgeschrieben. Foto: Eich Foto: Schwarzwälder Bote

Hinter den Kulissen wird hart um Veränderungen beim Stadtbus in VS gerungen (wir berichteten). Klar ist: Der Stadtlinienverkehr wird erneut ausgeschrieben. Und: Es gibt keine Verschlechterungen für Fahrgäste, sondern Verbesserungen wie den Nachtbus.

Villingen-Schwenningen. Die Stadt VS will ihr Angebot im öffentlichen Personennahverkehr verbessern und künftig weiter ausbauen. "Es sollen zusätzliche Verbindungen geschaffen und vorhandene Linien gestärkt werden", teilt die Stadt mit. Diese umfassende Dienstleistung müsse die Kommune per europaweiter Ausschreibung vergeben. Die Verkehrsgemeinschaft Villingen-Schwenningen GmbH (VGVS) verfüge noch bis zum 15. Dezember über eine Genehmigung zum Betrieb des Busverkehrs auf dem Gebiet der Stadtteile Villingen und Schwenningen und erhalte hierfür von der Stadt VS einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1,8 Millionen Euro.

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben hatte die Stadt 2017 die künftige Verkehrsbedienung europaweit per Vorab­bekanntmachung veröffentlicht, so die Stadt. Daraufhin habe die VGVS am 9. Januar 2018 ein sogenanntes eigenwirtschaftliches Angebot eingereicht. Bei einem eigenwirtschaftlichen Angebot erhalte der Betreiber VGVS – im Vergleich zum bisherigen Vertragsverhältnis – keine Zuschüsse mehr von der Kommune. Die Kalkulation für den eigenwirtschaftlichen Antrag musste auf der Grundlage der Ende 2017 vorliegenden Informationen erfolgen, zeigt die Stadt auf. Zum damaligen Zeitpunkt sei klar gewesen, dass die Einnahmeaufteilung innerhalb des Verkehrsverbundes Schwarzwald-Baar (VSB) sich deutlich verändern werde. Die seitherige Alteinnahmeaufteilung werde ab 2018 auf eine nutzerbezogene Zuschneidung der Fahrgeldeinnahmen umgestellt.

Etwa zum Zeitpunkt der Angebotskalkulation sei zum ersten Mal die Neuaufteilung mit tatsächlichen Zahlen hinterlegt worden. Den dabei ermittelten Anteil für den Stadtverkehr VS habe die VGVS ihrem Angebot zugrunde gelegt. In den vergangenen Monaten hätten vom VSB mehrere Korrekturen an den Berechnungsparametern vorgenommen werden müssen, die zur Folge hatten, so die Stadt, "dass sich die dem Stadtverkehr zustehenden Fahrgeldeinnahmen deutlich reduziert haben". Aufgrund dieser Erkenntnisse könne die ursprüngliche Kalkulation der VGVS so nicht mehr aufrechterhalten werden, da die nunmehr zu erwartenden Einnahmen die Kosten des verbesserten Fahrplanangebotes nicht finanzieren. Aus diesen Gründen habe die Verkehrsgemeinschaft ihr Angebot zurückgezogen und beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis die Entbindung vom eigenwirtschaftlichen Verkehr beantragt. Das Landratsamt und die Stadt hätten bereits eine rechtliche Prüfung vorgenommen und seien zum Ergebnis gekommen, dass die Entbindung vom eigenwirtschaftlichen Verkehr infolge mangelnder Wirtschaftlichkeit erfolgen musste. Gleichzeitig habe man sich aber gemeinsam auf eine Übergangslösung für die kommenden zwei Jahre geeinigt, die vom Gemeinderat im September noch beschlossen werden muss.

Für die Nutzer des Busverkehrs ändere sich dadurch nichts – im Gegenteil, es komme zu deutlichen Verbesserungen, so die Stadt. Denn ab 2020 werde es erheblich mehr und zusätzliche Verbindungen geben, auch in den späten Abendstunden sowie ein Nachtbusangebot.

"Im September werden den gemeinderätlichen Gremien die Ausschreibungsunterlagen für die Erfüllung des Stadtlinienverkehrs ab dem Jahr 2022 vorgelegt. Diese Verkehre muss die Stadt wieder bezuschussen. Bei Zustimmung kann das Verfahren anschließend direkt eingeleitet werden. Gesucht wird dann ein Betreiber für die nächsten zehn Jahre (bis 2032). Im Zeitraum bis 2022 erfolgt erneut eine EU-weite Vorabbekanntmachung und ein EU-weites Ausschreibungsverfahren für den Stadtverkehr Villingen-Schwenningen", informiert die Stadt.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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