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Villingen-Schwenningen Stadt mit Brennpunkten und Problemvierteln

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Ein idyllisches Fleckchen? Das ist der Mauthepark offenbar mittlerweile gar nicht mehr. Foto: Streck

Villingen-Schwenningen - Wie sicher ist VS? Was für die einen ein Stück heile Welt ist, ist für andere eine Stadt mit vielen Problemvierteln, gelösten wie dem Hubenloch oder dem Spitalgarten, aber auch ganz akuten wie dem Mauthepark. "Wir haben weit über 100 Brennpunkte", die es zu kontrollieren gelte, so der Ordnungsamtsleiter Ralf Glück. Deshalb brauche man mehr Personal.

Können mehr Ordnungsdienstmitarbeiter die Brennpunkte entschärfen? Der FDP-Gemeinderat Frank Bonath hat daran so seine Zweifel. Im Mauthepark beispielsweise herrschten Bandenstrukturen vor und seien Drogendelikte so häufig, dass sich Eltern mit Kindern mittlerweile oft nicht mehr trauen, hindurch zu laufen. Ob angesichts solcher Verhältnisse an den Brennpunkten mehr Ordnungsdienstler der richtige Weg seien, stellte Bonath in Frage. Vielleicht müsse man auch auf andere, teurere Lösungen setzen. Die CDU etwa forderte – trotz gelassener Beurteilung der städtischen Sicherheitslage durch ihren Gemeinderat und Polizist Gunther Dreher – ein "ganzheitliches Sicherheitskonzept". Und in der Innenstadt wollen sich einige Händler die Sicherheit möglicherweise richtig etwas kosten lassen: Es gibt Überlegungen, private Sicherheitsdienste zu engagieren und sich so gegen Einbrüche zu wehren. Der Wunsch nach mehr Sicherheit ist an mancher Stellen durchaus Thema. Auch für Jan Christoph Uhl (AfD) beispielsweise, der seit der Polizeireform eine Veränderung bemerkt haben will: "Ich bin regelmäßig dankbar, dass es den KOB gibt, der die Polizei entlastet."

Es gehe mitnichten darum, dass mit den beiden gewünschten zusätzlichen Stellen für den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) in der Doppelstadt die Landespolizei entlastet werden soll, so Ordnungsamtsleiter Ralf Glück gestern im Verwaltungsausschuss. Doch die Diskussion im Anschluss – und nicht zuletzt sein eigener Redebeitrag – zeigten deutlich: Auch der Landespolizei kämen diese unterm Strich zugute. Denn: Wenn bei der Polizei manchmal aus Kapazitätsgründen nichts mehr geht, dann scheint der KOD einzuspringen. Ein Beispiel dafür schilderte Glück selbst: "Der KOD wird angerufen von der Polizei (...), ›wir schaffen es nicht, wir haben einen Unfall‹ oder ähnliches", dann rücke eben der KOD aus. Und dafür sei ihm der Dank vieler Bürger gewiss: "Der KOD kommt wenigstens", sagten viele, schilderte Glück. Im übrigen sei er, "seit ich beim Ordnungsamt bin", desillusioniert – er glaube nicht mehr an die "heile Welt" Villingen-Schwenningen, hier habe man mit dem Rotlichtmilieu, Waffen und vielen weiteren kriminellen Dingen zu tun. Die zwei geforderten zusätzlichen Stellen im Ordnungsamt seien bitter nötig, um wenigstens den Status quo in Sachen Sicherheit in VS zu halten.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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