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Villingen-Schwenningen Sprayer holen Graffiti aus der Schmuddelecke

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Dem SWR ist das Graffiti-Projekt einen Beitrag in der Landesschau wert. Screenshot: Köppel

Villingen-Schwenningen - Schmierereien sind Kunstliebhabern ein Dorn im Auge. Freunden junger Kunst aber wird es in VS trotz vieler Graffitis sicherlich so schnell nicht zu bunt. Warum, das, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

"VS ist bunt" - dafür steht der SPD-Stadtrat Nicola Schurr nach wie vor. Doch jetzt macht er sich auch stark dafür, dass VS noch viel bunter wird - nicht im übertragenen Sinne, sondern in echt und mit ganz viel Farbe.

Farbe und Dosen gesponsort

Wo vorher ein trostloses, eher unschönes Eck war, entlocken nun Narro und Surhebel den Fußgängern ein breites Lächeln - am Villinger Gerbereck. Nicola Schurr hat "Farbe und Dosen gesponsort, den Rest machen die Künstler". Und prompt prasselt Beifall auf den jüngsten Sozialdemokraten im Gemeinderat und die beiden Künstler Jonas Fehlinger und Steffen Schulz nieder - die Graffiti-Kunst gefällt.  "Genial", "Super Sache", "Seeeehr coole Aktion" oder "bin begeistert" sprudelt es im Internet aus den Nutzern hervor.

Wo Graffitis sonst häufig als Synonym für Farbschmierereien stehen müssen und in einen Topf geworfen werden mit Verschandelungen von Flächen im öffentlichen Raum, hat nun ein Projekt, das Kreativität und Kunst mit Heimatgeschichte und Tradition verknüpft, dem Graffiti zu dem ihm eigentlich gebührenden Ruhm verholfen.

Das blieb auch dem SWR nicht verborgen. Dieser schickte ein Kamerateam nach Villingen-Schwenningen. Und dieses rückte nicht nur das Kunstwerk, sondern auch dessen Urheber und das Projekt an sich ins rechte Licht. Ausgestrahlt wurde der VS-Beitrag am Mittwochabend zur besten SWR-Sendezeit in der Landesschau unter dem Motto "kurz und bunt".

Digitaler Beifall beispielsweise auf Facebook

Künstler Steffen Schulz brachte seine Intention, an dem närrischen Projekt auch als Nicht-Narr mitzuwirken, auf den Punkt: das Graffiti für die Villinger aus der Schmuddelecke herausholen. Das dürfte, wie der digitale Beifall beispielsweise auf Facebook zeigt, auf Anhieb gelungen sein. Graffiti, das haben Fehlinger und Schulz eindrucksvoll unter Beweis gestellt, ist eine eigene Kunstform.

Nicola Schurr ist schon lange Fan dieser jungen Kreativität und hat sich nicht nur jüngst in Stuttgart bei einer Ausstellung im alten Bahnhof so richtig Lust auf ein entsprechendes Engagement in VS gemacht. Er ist auch bereits an die Stadtverwaltung herangetreten und hat einen konkreten Wunsch: öffentliche Flächen für die Graffiti-Sprayer zu gewinnen. Mit Graffiti, so seine Vorstellung, ließen sich doch viele Schandflecken, verschmierte Wände, Brücken und Unterführungen, in echte Blickfänge verwandeln.

Auch am Mittwochabend unternahm Schurr wieder einen Anlauf in diese Richtung. In der Sitzung des Gemeinderates bat er konkret darum, in Schwenningen auf dem Landesgartenschau-Gelände die Unterführung zum Eisstadion hin für ein solches Kunstprojekt freigeben zu dürfen. Die Antwort von Bürgermeister Detlev Bührer dürfte nicht nur ihn, sondern auch alle durch das Gerbereck-Projekt neugewonnenen Graffiti-Freunde gefreut haben: Die Stadtverwaltung erstelle gerade eine Liste von Bauwerken, wo die Kunst aus der Spraydose möglich gemacht werden soll.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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