An dieser Stelle wurde die Leiche des Mannes gefunden, der dort wohl schon mehrere Wochen lag. Foto: Eich

Mann lag offenbar seit einigen Wochen am Außenring. Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

Villingen-Schwenningen - Ein Leichenfund in Villingen beschäftigt derzeit die Kriminalpolizei. Der Mann wurde am Sonntagabend von einem Spaziergänger gegenüber der Margarethe-Scherb-Straße gefunden.

Es muss für den Zeugen ein Schock gewesen sein, als dieser entlang des Außenrings zwischen der Kreisstraße in Richtung Nordstetten und dem Wohngebiet Wöschhalde lief und plötzlich etwas Auffälliges im Gestrüpp sah. Etwa auf Höhe des Audi-Autohauses in der Margarethe-Scherb-Straße lag eine leblose Person – und zwar nur wenige Meter von der viel befahrenen Straße entfernt. Sofort wählte er den Notruf. Sowohl Rettungsdienst als auch ein Notarzt und die Polizei eilten zum Fundort. Doch es war schnell klar: Die Rettungskräfte konnten der Person nicht mehr helfen. Sie war tot.

Polizei hält sich bei Identität noch bedeckt

Polizeisprecher Harri Frank bestätigt gegenüber unserer Zeitung den Leichenfund am Außenring – hält sich ansonsten jedoch noch bedeckt. Nachdem der Tod der Person festgestellt wurde, sei der Fall an die Kriminalpolizei übergegangen, die noch am Abend den Fundort inspizierte. Hierbei wurde deutlich: Der Mann muss über Wochen hinweg an der Stelle gelegen haben – das bestätigt auch Polizeisprecher Frank. Aufgefallen war die Leiche den vermutlich hunderten Autofahrern, die während dieser Zeit die Stelle passierten, aber offenbar nicht. Erst der Spaziergänger sorgte dafür, dass der Mann gefunden wurde.

Polizeisprecher: "Es deutet darauf hin, dass es sich um einen älteren Vermisstenfall handelt"

Was die Identität des Toten betrifft, so sei diese noch nicht abschließend geklärt. Frank: "Es deutet darauf hin, dass es sich um einen älteren Vermisstenfall handelt." Doch wie kam der Mann zu Tode? Auch diesbezüglich laufen derzeit seitens der Kriminalpolizei die Ermittlungen – so seien die Umstände des Ablebens bislang noch nicht geklärt. Indes hätten sich vor Ort bislang keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung ergeben.

Um Licht in das Dunkel zu bringen, wurden die sterblichen Überreste der Person in die Rechtsmedizin nach Freiburg überführt. Dort soll in den kommenden Tagen eine Obduktion die genaue Todesursache feststellen. Anzeichen auf ein Verbrechen gebe es derzeit jedoch wohl nicht. Gleichwohl dramatisch scheinen die Umstände dennoch zu sein. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Person bis zum Sonntag von niemandem entdeckt wurde.

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