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Villingen-Schwenningen Silvia Boss erzählt von ihrer Familie

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Das Schicksal der Familie Boss aus Villingen, hier Alfred und Valentin, wird in der Ausstellung dokumentiert. Foto: Museum Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. "Ich kam als Gast in unser Land gereist.." lautet der Titel der Sonderausstellung, die am Donnerstag, 27. September, 16 Uhr, im Franziskanermuseum in Kooperation mit dem Verein Pro Stolpersteine Villingen-Schwenningen eröffnet wird.

Die Ausstellung widmet sich deutschen Hitlergegnern, die in der Sowjetunion Opfer des Stalinterrors wurden. Zu ihnen gehörten auch Mitglieder der Familie Boss aus Villingen. Durch die Recherchen und die Kontaktpflege des Vor sitzenden von Pro Stolpersteine, Friedrich Engelke, wird bei der Eröffnung die letzte Überlebende dieser Familie, Silvia Boss, anwesend sein. Sie reist mit ihrem Mann Myles aus Vancouver an und wird zu den Besuchern spre- chen.

Den Eröffnungsvortrag "Deutsche Emigranten im sowjetischen Exil – vergessene Geschichte(n)" wird Carola Tischler vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin halten.

Museumsleiterin Anita Auer hat schon im Vorfeld insbesondere Schulen auf die neue Ausstellung aufmerksam gemacht, die mit und ohne Führung besichtigt werden kann. An den Ausstellungsinhalten und an der Eröffnung beteiligt sind die St. Ursula Schulen mit Geschichtslehrer Heinrich Schidelko und Schülern der Klasse zehn.

Ergänzt werden die Familienporträts durch vier Tafeln mit Infomationen zu historischen Hintergründen des Staatsterrors. Außerdem werden in zwei Vitrinen historische Unterlagen zum Schicksal der Familie Boss präsentiert, darunter Meldekarten, Briefe und Fotos, die Einblick in das wechselvolle Leben der Familienmitglieder geben.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr Die Ausstellung wird im Kreuzgang des Franziskaners gezeigt.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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