Vertreter aus Wirtschaft und Politik setzten auf der grünen Wiese ein Signal für den ­Lückenschluss. Foto: Schück

Unternehmer und Politiker stellen werbewirksames Plakat auf der grünen Wiese auf.

Schwarzwald-Baar-Kreis  - "Unsere Region braucht eine gute Infrastruktur", forderte Oberbürgermeister Rupert Kubon. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Lückenschluss B 523/B33 hat dem neuen Verkehrsminister des Landes das Problem bereits nahe gebracht.

Der Wirtschaftsregion im Südwesten fehlen Verkehrswege. Mit deutlich sichtbaren Schildern im Gewerbegebiet Auf Herdenen wird seit gestern auf das Problem hingewiesen.

"Ohne einen zweiten Bauabschnitt der B 523 wird die Entwicklung von Villingen-Schwenningen als Oberzentrum stark behindert", erklärte Gerhard Waldmann, Präsident der GVO Villingen-Schwenningen. "Wir haben naturräumliche Nachteile durch die topographische Lage und die fehlende Verbindung B 523/B 33." Mobilität in der Arbeitswelt sei ein wichtiger Faktor.

"Der Lückenschluss ist etwas, was passieren muss", unterstrich der CDU-Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder vor Bürgermeistern und Unternehmern der Region. "Ich fahre die Strecke oft genug, ich weiß, was es bedeutet, von hier in den Hintervillinger Raum zu kommen."

Erreichbarkeit als wichtiger Standortfaktor

Marcel Herzberg, Direktor des Regionalverbandes Schwarzwald-Baar-Heuberg, erklärte, der Weiterbau der B 523 sei für die Region von herausragender Bedeutung. Erreichbarkeit sei ein wichtiger Standortfaktor.

"Das ist eine absurde Situation", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez: "Wir sind einer der wirtschaftstärksten Räume in Europa, das ist ein Wettbewerbsnachteil." Im Deutschland-Ranking gelte die Region als benachteiligt "und wir stehen heute hier, um dafür zu sorgen, dass diese Straße gebaut wird."

Man könne nur hoffen, dass die Landesregierung sich des Themas "möglichst unvoreingenommen" annehme. Der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Rombach erklärte auf Anfrage, er werde den neuen Landesverkehrsminister in den Wahlkreis einladen und ihm das Problem zeigen.

Vor 2018 ist freilich nicht mit Baubeginn zu rechnen. Unterdessen haben bereits 450 Unternehmer die Forderung nach dem Lückenschluss unterschrieben. Es sollen noch mehr Unterschriften gesammelt werden.

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