Diese Teilnehmer freuen sich über die bestandene Prüfung. Foto: DRK Foto: Schwarzwälder-Bote

DRK: Beim Eignungstest werden Vierbeiner und ihre Begleiter gefordert / Gute Ergebnisse

Unter besten Bedingungen wurde auf dem Übungsgelände in Geisingen ein Rettungshunde-Eignungstest ausgetragen.

Villingen-Schwenningen. Ausrichter war die DRK Rettungshundestaffel Villingen-Schwenningen, die bereits seit 18 Jahren mit derzeit neun geprüften und einsatzfähigen Rettungshunden für Sucheinsätze nach vermissten Personen im Schwarzwald-Baar-Kreis zur Verfügung steht. Die Hundeführer und Helfer arbeiten ehrenamtlich, und für die Einsätze werden keine Kosten erhoben.

Ziel der Rettungshunde-Ausbildung ist die Fähigkeit, vermisste Personen aufzuspüren und dem Hundeführer den Fund zu melden. Bis zur Überprüfung der Einsatztauglichkeit von Hund und Mensch werden etwa zwei Jahre vergehen, in denen der Hundeführer seinerseits zum Sanitätshelfer ausgebildet wird, ferner Kenntnisse erlangt in den Bereichen Orientierung, Kynologie, Funkverkehr, Erste Hilfe am Hund und Einsatztaktik.

Um den Status der Einsatzfähigkeit zu erhalten, werden Hund und Hundeführer auch nach Bestehen der Rettungshunde-Prüfung wöchentlich etwa acht Stunden in Aus- und Weiterbildung investieren. Die Rettungshunde-Prüfung muss spätestens alle 18 Monate wiederholt und bestanden werden, um zu gewährleisten, dass das Hundeteam stets auf dem erforderlichen Leistungsstand ist.

Bewertet wurden beim Wettbewerb in Geisingen sieben Hunde, davon fünf Aspiranten der Staffel VS und jeweils ein Teilnehmer aus den Staffeln DRK Bühl und DRK Hochschwarzwald.

Sven Bonath vom DRK Offenburg nebst zwei Bewerter-Anwärtern aus Freiburg beurteilten die Hunde nach den Vorgaben der geltenden Prüfungsordung DIN 13050, die maßgeblich ist für die Einsatzfähigkeit von Rettungshunden der gemeinnützigen Organisationen DRK, ASB, Malteser und Johanniter.

Die Hunde wurden verschiedenen Situationen ausgesetzt, um einen Eindruck zu gewinnen, wie sie sich gegenüber Fremdpersonen sowie optischen und akustischen Umwelteinwirkungen verhalten. Ebenso wurde in Augenschein genommen, inwieweit die Hunde bereit sind, sich auf fremde Menschen einzulassen. Außerdem wurde unter die Lupe genommen, wie es mit der Motivationsfähigkeit und der Bindung zum Hundeführer bestellt und ob die notwendige Verträglichkeit fremden Artgenossen gegenüber gegeben ist.

Alle Prüflinge haben in sämtlichen Bereichen sehr gute Anlagen bewiesen und somit die erste Voraussetzung zur überaus anspruchsvollen Ausbildung zum Rettungshund erlangt.

Über den bestandenen Eignungstest freuen sich in der Staffel Villingen-Schwenningen die künftigen Hundeführer Dominik Klöhn mit Bandit, Angelika Steinhauser mit Lucky, Roland Kehrer mit ­Mira, Anja Cudina mit Baily und Tanja Trempeck mit Audrey.

Bei Roland Kehrer mit Mira, Anja Cudina mit Baily und Tanja Trempeck mit Audrey handelt es sich um langjährige Rettungshundeführer, die mit ihren aktuellen Prüflingen bereits ihren zweiten beziehungsweise dritten Rettungshund ausbilden.