Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Senior geht Betrüger auf den Leim

Von

VS-Schwenningen. Ein mutmaßlicher Betrüger lauert Senioren im Schwarzwald-Baar-Kreis auf und verkauft ihnen Uhren. Am Donnerstag vergangene Woche kam es zu zwei Vorfällen. Einem in Schwenningen und einem in St. Georgen.

In Schwenningen passte der Mann, der sich seinem Opfer als "Giovanni" vorgestellt haben soll, einen 75-Jährigen vor der Hausarztpraxis von Mike Lübke auf Rinelen ab. Die Tochter des 75-Jährigen hat sich mit dem Vorfall an den Schwarzwälder Boten gewendet. "Ich habe Angst um meinen Vater", berichtet die Frau, die öffentlich anonym bleiben möchte, am Telefon.

Der 75-Jährige sei ohnehin schwer krank und das Ganze habe ihn nun zusätzlich mitgenommen. Sie schildert die Situation so: Ihr Vater kommt am Vormittag nach seinem Arzttermin aus der Praxis, draußen wird er von einem Mann angesprochen. "Kennst Du mich nicht mehr?" und "Wie geht es deiner Familie?", habe der mutmaßliche Betrüger den Senior gefragt. Die beiden unterhielten sich. Und "ehe mein Vater sich versieht, sitzt der Mann bei ihm im Auto", berichtet die Tochter weiter. Als nächstes machte der Mann ihrem Vater ein Angebot: Er fahre in die Schweiz und wolle deshalb vorher noch ein paar Uhren verkaufen. Es kam zum Handel, der 75-Jährige kaufte vier Uhren für jeweils 80 Euro. Daraufhin trennen sich die Wege der beiden Männer. "Giovanni" fährt in einem schwarzen SUV davon.

Zwei Fälle sind der Polizei bisher bekannt

Später, zuhause, dünkte es dem Senior: Er kennt den Mann gar nicht. Die Uhren sind mutmaßlich Fälschungen teurer Marken. Er wendete sich an seine Tochter und meinte, er habe wohl absoluten Mist gebaut. Der 75-Jährige schämt sich für den Vorfall. Seine Tochter musste ihn sogar überreden, zur Polizei zu gehen. Am Freitag wurde der Sachverhalt dann der Polizei gemeldet.

Polizeipressesprecher Harri Frank bestätigt die Meldung. Er berichtet, dass am selben Tag eine ähnliche Geschichte in St. Georgen angezeigt wurde. Dort sei ebenfalls ein Senior auf offener Straße angesprochen worden. Noch ist laut Frank allerdings nicht ganz klar, ob es sich bei den Vorfällen aus strafrechtlicher Sicht um Betrug handele. Nur wenn die Uhren als hochpreisig angeboten worden seien und sich als Billigimitate entpuppten, sei das auch der Betrugstatbestand. "Es wird ermittelt", versichert Frank. Er appelliert an weitere Geschädigte, die sich betrogen fühlen, die örtliche Polizei zu kontaktieren. Das Vorgehen des mutmaßlichen Betrüger passe indes zu anderen Maschen, erklärt Frank. "Da wird Vertrauen erweckt und dann die Hilflosigkeit ausgenutzt."

Artikel bewerten
0
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.