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Villingen-Schwenningen Schock nach Untreue-Verdacht beim Schwarzwaldverein

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Ungereimtheiten fielen bei der Kontrolle der Konten des Bezirks Fohrenbühl auf. (Symbolfoto) Foto: Klose

Villingen-Schwenningen - Schockierende Nachricht bei der Mitgliederversammlung des Schwarzwaldvereins Villingen: gegen eine langjährige Vorsitzende erstatteten ihre Vorstandskollegen Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue. Der Entlassung aus dem Amt war sie mit ihrem Rücktritt schon zuvorgekommen.

Zeitraum "von mindestens 2010 bis 2016"

Die 45 Versammlungsteilnehmer im St. Georgssaal des Münsterzentrums schnappten hörbar nach Luft, als der stellvertretende und inzwischen kommissarische Vorsitzende Robert Daum gegen Ende der Versammlung die Hintergründe zum überraschenden Rücktritt erläuterte. Danach informierte ihn schon im Mai der Präsident des in Freiburg ansässigen Hauptvereins, Meinrad Joos, über den Verdacht der Untreue im Zusammenhang mit dem von ihr verwalteten Konto des Bezirks Fohrenbühl, dessen Vorsitzende sie war.

Die darauf folgende Überprüfung der Ortsgruppenkonten hätten den Untreueverdacht für den Zeitraum "von mindestens 2010 bis 2016" bestätigt. Die Höhe des vermutlichen Schadens verriet Daum nicht und bat um Verständnis, "dass wir vom Vorstand in dieser Situation (Anmerkung der Redaktion: Laufendes Ermittlungsverfahren) keine weiteren Informationen bekanntgeben dürfen".

Unerwartete Ausgaben

Der Ortsverein hat mittlerweile einen Anwalt eingeschaltet und rechnet in dieser "außerordentlichen und vermutlich erstmaligen Situation außerdem "mit weiteren, unerwarteten Ausgaben".

Robert Daum ließ die unzähligen ehrenamtlichen Verdienste der Frau in über 50 Jahren ihrer aktiven Mitgliedschaft nicht unerwähnt. 2018 hatte sie sogar die Landesehrennadel erhalten. Das Vertrauensverhältnis sei nun aber "stark beschädigt".

Saal verlassen

Wie fassungslos manches Vereinsmitglied auf die überraschende Information reagierte, wird beim Blick auf den Werdegang der Frau nachvollziehbar. So trat diese bereits 1964 dem Schwarzwaldverein bei und ließ sich wenige Jahre später zunächst zur stellvertretenden Schriftführerin und später zur Schriftführerin wählen. Vielfach engagierte sie sich ehrenamtlich, beispielsweise auch als Jugendwartin bis sie in den Achtzigern an die Vereinsspitze rückte – zunächst in stellvertretender Position, später aber auch als Vorsitzende der Ortsgruppe. Engagiert war sie aber nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch immer wieder in unterschiedlichen Positionen beim Hauptverein in Freiburg im dortigen Bezirk Fohrenbühl und auch bei der Deutschen Wanderjugend und im Deutschen Wanderverband. Abseits der Vereinswelt hatte sie sich auch schon als Jugendschöffin und Mitglied im Jugendhilfeausschuss VS sowie im Vorstand des Stadtjugendrings eingebracht.

Die 75-Jährige war zu Beginn der Versammlung am Samstag selbst anwesend, verließ vor dem entsprechenden Tagesordnungspunkt jedoch den Saal.

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