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Villingen-Schwenningen Schandfleck: Neue Chance für Schlachthof

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Graffiti, kaputte Dächer und ringsherum Dreck: Rund um den alten Schlachthof bietet sich dem Betrachter ein trostloser Anblick. Foto: Archivfoto: Bloss

VS-Schwenningen - Er ist einer der verlassensten und verwahrlosten Orte im Stadtbezirk: der alte Schlachthof an der Burgstraße. Seit rund 16 Jahren steht er still. Im Herbst soll nun erneut über seine Zukunft beraten werden.

Wer sich in diesen Tagen dem Schlachthof-Areal am Rande des Industriegebiets Rammelswiesen nähert, der könnte auf den ersten Blick meinen, dass sich endlich etwas am Gebäude tut: Rund um den Komplex wird kräftig gebaggert und die Straße aufgerissen – dies aber nur im Zuge des derzeitigen Breitbandausbaus in Schwenningen-Ost.

Hinter der Baustelle bietet sich der trostlose Anblick des Ensembles, das mehr und mehr verkommt: Ziegel sind heruntergerissen, Türen und Fenster zersplittert, Wände mit Graffiti überzogen. Und: Müll, der quer zerstreut auf dem Boden liegt. Dass sich hier jahrelang nichts getan hat, wird sofort sichtbar.

Ein LKW-Fahrer des Unternehmens Link, dessen Zufahrt zur Warenannahme an den Schlachthof grenzt, blickt mit Kopfschütteln auf das Areal: "Das ist ja nur noch eine Ruine. Hoffentlich wird sie bald abgerissen."

Im vergangenen September noch hatte das Landratsamt angekündigt, einen Teil des Komplexes zu mieten, um Flüchtlinge unterzubringen. Diese Idee, so Stadtpressesprecherin Oxana Brunner auf Anfrage unserer Zeitung, sei seither nicht konkretisiert und auch nicht weiter verfolgt worden.

Doch wie geht es weiter mit diesem Schandfleck im Stadtbezirk, der mit seinem Turm und dem hohen Schornstein eigentlich das Zeug zum Industriedenkmal gehabt hätte? "Die Zukunft des alten Schlachthofs soll im Herbst im Zuge der Haushaltsplanberatungen erneut aufgegriffen werden, um nach möglichen Lösungen zu suchen", kann Oxana Brunner vermelden.

Zuletzt im Jahr 2013 sei der Schlachthof im Gemeinderat thematisiert worden, so die Pressesprecherin weiter. Für den Abriss, die Entsorgung der Altlasten sowie die Sanierung des rund 9100 Quadratmeter großen Geländes müsste ein siebenstelliger Betrag investiert werden. Dann könne das Areal an einen Investor veräußert werden. Doch selbst eine Veräußerung würde die Kosten für die Arbeiten nicht komplett decken.

Aufgrund der außerordentlich aufwendigen und teuren Aufbereitung des Areals als Gewerbefläche sei dieses Thema seither nicht weiter verfolgt worden, fügt Brunner hinzu.

16 Jahre hat die Ruine Schlachthof bereits auf dem Buckel: Damals, im Jahr 2000, wurde der Betrieb von der Firma Färber aufgegeben. Seither gab es zwar immer wieder Versuche, das Gelände zu vermarkten – unter anderem durch die Handwerkerkreis GmbH. Sie alle scheiterten aber an den Unwägbarkeiten der Abriss- und Sanierungskosten.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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