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Villingen-Schwenningen Schandfleck in Färberstraße soll verschwinden

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Hans-Joachim Böhm hat Investoren an der Hand, die dem Schandfleck in der Färberstraße gerne ein Ende bereiten würden. Allerdings stellt sich der Eigentümer in dieser Angelegenheit quer. Foto: Eich

VS-Villingen - Schandfleck, Rattenhaus oder Bruchbude: Für das Eckhaus in der Färberstraße gibt es in Villingen genügend Ausdrücke. Doch in einem ist man sich einig – mit der heruntergekommene Immobilie muss etwas gemacht werden. Allerdings können weder die Stadt noch Investoren derzeit für Abhilfe sorgen.

Die Scheiben sind teilweise eingeschlagen, der Putz bröckelt von den Wänden, die ehemaligen Schaufenster und Eingangstüren sind nur notdürftig mit Spanplatten gesichert und außerdem mit zahlreichen Plakaten überklebt. Und: Es müffelt. Das Haus an der Ecke Färber- und Brunnenstraße ist wahrlich ein Hingucker, aber definitiv im negativen Sinne. Seit mehr als 15 Jahren (zuletzt war hier das Biffar Studio drin) gammelt die Immobilie vor sich hin und wartet darauf, in bester Innenstadtlage aus dem Dornröschenschlaf geküsst zu werden.

Und alle fragen sich: Warum tut sich da nichts? Doch hinter den Kulissen sind bereits verschiedenste Stellen immer mal wieder aktiv gewesen. Darunter auch die Stadtverwaltung. "Es gab in der Vergangenheit mehrmals Bemühen, mit dem Eigentümer ins Gespräch zu kommen. Diese sind aber im Sande verlaufen", erklärt die städtische Pressesprecherin Oxana Brunner auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich das Objekt im Sanierungsgebiet Färberstraße/Münsterplatz befinden würde – womit eine städtische Sanierungsförderung abgerufen werden könnte – habe man versucht, in dieser Angelegenheit etwas zu erreichen.

Aber kann die Stadt bei einem solchen Gebäude in einer so exponierten Lage nicht einfach eingreifen? Brunner: "Eine Kommune hat hier nur beschränkte Möglichkeiten." Handeln könne man erst, wenn Gefahr im Verzug bestehen würde.

Diese sieht Hans-Joachim Böhm in naher Zukunft gegeben. Der Immobilienkaufmann und Bauberater, der bereits einige Projekte in der historischen Innenstadt realisiert hat, hat das Gebäude bereits lange Zeit im Blick – und beobachtet auch den zunehmenden Verfall. "Die Feuchtigkeit setzt dem Haus zu", erklärt er. Dies würde man beispielsweise am Eingang in der Färberstraße erkennen. Ganz abgesehen davon, sei das unbeaufsichtigte Objekt vor allem vor dem Hintergrund der Rattenplage problematisch. So würden sich die Nagetiere öfter im Gebäude und demnach auch in direkter Umgebung aufhalten – was wiederum die Nachbarn weniger anregend finden.

Böhm würde gerne für Abhilfe sorgen, aber das gestaltet sich schwierig. "Ich habe versucht, den Eigentümer zu erreichen – doch man wird abgeblockt." An der Hand habe er mehrere Investoren, die an dieser Stelle gerne Gewerbe- und Büroflächen, möglicherweise in Kombination mit Wohneinheiten, realisieren würden. "Die Lage ist dafür ideal, jeder kennt dieses Haus", so der 66-Jährige. Er weiß auch, dass weitere Investoren Interesse an dem Objekt haben – solange sich der Eigentümer quer stellen würde, könne man den Verfall aber nicht verhindern.

Dies wäre gleichzeitig auch ein wichtiger Beitrag, um das Gebiet innerhalb der Stadtmauern weiter aufzuwerten. "Es gibt noch einige Stellen in der Innenstadt, an denen es gut wäre, etwas zu machen", so Böhm. Nur so könne man dafür sorgen, dass auch die zahlreichen asiatischen Touristen, die busweise die historische Innenstadt bevölkern, um insbesondere im schmucken Rietviertel jeden Blickwinkel abzulichten, die Zähringerstadt weiterhin in ihrer vollen Pracht bewundern. Dass der Schandfleck in der Färberstraße aber ein besonders dringendes Anliegen ist, scheint wiederum unbestritten. Doch Besserung ist derzeit trotz vieler Interessenten noch nicht in Sicht.

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