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Villingen-Schwenningen Reform: Polizei verliert zwei Abteilungen

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Die Polizeireform bringt wohl weitere Schwächungen für den Standort der Polizei in Villingen mit sich. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Die Polizeireform zum 1. Januar 2020 bringt wohl weitere Schwächungen für den Standort der Polizei in Villingen mit sich. Gleich zwei Abteilungen sollen abwandern. Derweil wird der Verkehrsdienst umgestellt. Warum die Bekämpfung von Rauschgiftkriminalität erschwert wird und warum die Abteilungen abwandern, lesen Sie in unserem (Schwabo plus)-Artikel.

In nicht mal einem Monat wechseln die Standorte der Polizei im Kreisgebiet zum Präsidium nach Konstanz. Während es für die klassischen Streifenbeamten der Reviere kaum Veränderungen gibt, wird eine andere Abteilung das Dienstgebäude in der Villinger Waldstraße verlassen müssen. Entsprechende Informationen des Schwarzwälder Boten bestätigt nun Polizeipräsident Ekkehard Falk vom Projektstab der Polizeistruktur 2020. Sowohl die Kollegen der Kriminaltechnik in Tuttlingen als auch in Villingen würden demnach ihren Dienstsitz nach Rottweil verlegen.

Der Grund: "Die Kriminalpolizeidirektion Rottweil wird, bedingt durch die veränderte räumliche Zuständigkeit, in diesem Zug die Kriminaltechnik am Standort Rottweil konzentrieren." Demnach werde der Standort in Singen, der derzeit noch dem Präsidiumsbereich Friedrichshafen zugeordnet ist, bestehen bleiben, während die Kriminaltechnik Konstanz aufgelöst wird. Betroffen sind davon in Villingen fünf Beamte, wie Falk erklärt. Demnach wird aus VS die Kompetenz abgezogen, zeitnah die qualifizierte Spurensicherung und Auswertung von Spuren "in Fällen bedeutender Kriminalität" durch die Kräfte der Kriminaltechnik durchzuführen.

Kriminalkommissariat bleibt erhalten

Doch nicht nur das. Falk: "Mittelfristig plant das künftige Polizeipräsidium Konstanz, den Arbeitsbereich Gewerbe/Umwelt am Standort Tuttlingen zu zentralisieren." Zwar stehen die genauen Planungen noch aus, allerdings ist bereits sicher, dass die Beamten, die in der Außenstelle in der Bahnhofstraße untergebracht sind, Villingen verlassen müssen und zukünftig in Tuttlingen ihren Dienst verrichten.

Abgesehen von der Kriminaltechnik und des Arbeitsbereichs Gewerbe/Umwelt seien insbesondere beim Kriminalkommissariat aber keine Veränderungen geplant. Der Standort würde erhalten bleiben, "Änderungen am Personalansatz sind nicht vorgesehen". Beim Polizeirevier Villingen, dem Kriminalkommissariat Villingen-Schwenningen, dem Arbeitsbereich Gewerbe/Umwelt und dem Außenstandort des Referats Prävention seien es demnach etwa 100 Stellen im Polizeivollzugsdienst. Zudem seien laut dem Polizeipräsidenten bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Kriminalpolizeidirektion Rottweil zwei Kriminalinspektionen mit über 30 Stellen Polizeivollzugsdienst am Standort Villingen interimistisch untergebracht.

Unklarheit herrscht allerdings noch bei der Zukunft der Ermittlungsgruppe Rauschgift. Wie bereits berichtet, hatten der bisherigen Polizeipräsident des für VS zuständigen Polizeipräsidiums Tuttlingen sowie Landtagsabgeordneter Guido Wolf erst im Herbst angekündigt, die 20-köpfige Ermittlungsgruppe Rauschgift (EGR) Schwarzwald-Baar-Heuberg von Villingen abzuziehen und nach Tuttlingen zu verlagern. Die örtlichen Rauschgiftsachbearbeiter würden zwar weiterhin in VS bleiben, insbesondere für die Bekämpfung umfangreicher Rauschgiftkriminalität hätte dies eine Schwächung zur Folge.

Falk vom Projektstab der Polizeistruktur 2020 beschwichtigt hinsichtlich des Abzugs der EGR aber: "Die im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz bestehenden Ermittlungsgruppen werden zunächst unverändert fortgeführt. Das gilt auch für die Ermittlungsgruppe Rauschgift am Standort Villingen."

Künftige Polizeipräsidium Konstanz umfasst vier Landkreise

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hat der Schwarzwälder Bote allerdings erfahren, dass der Abzug oder gar die Auflösung der Ermittlungsgruppe wohl nur aufgeschoben und nicht aufgehoben sein soll. Demnach soll die Schonfrist lediglich bis zum Frühjahr gelten. Neue Fälle im Bereich der Drogenkriminalität würden von der Abteilung nicht mehr angenommen. Ob die Ermittlungsgruppe, die sich aus Beamten der Schutz- sowie der Kriminalpolizei zusammensetzt, weiter Bestand haben wird, steht demnach noch in den Sternen - wohl ebenfalls angesichts von Personalmangel.

Klar ist hingegen, dass die bisherige Verkehrsüberwachungsabteilung in Villingen-Schwenningen im Zuge der Reform weitere Kompetenzen erhalten wird. Demnach wird aus der Abteilung eine neue Verkehrsdienst-Außenstelle der Verkehrspolizeidirektion Zimmern. Die Folge: Zu den bisherigen Aufgaben der Verkehrsüberwachung kommen weitere Bereiche hinzu. Falk erklärt, dass von den zuständigen Beamten zukünftig komplexe Verkehrsunfälle aufgenommen und bearbeitet werden. Die VS-Außenstelle sei darüber hinaus auch für Verkehrsunfallfluchten sowie Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr zuständig. Die bisher zehn Beamten würden alle weiterbeschäftigt und seien für das Kreisgebiet, aber auch die Landkreise Tuttlingen und Rottweil tätig - und zwar an sieben Tagen die Woche von 6 bis 22 Uhr.

Mit der Umsetzung der neuen Polizeistruktur zum 1. Januar 2020 wird das Polizeipräsidium Tuttlingen aufgelöst. Das künftige Polizeipräsidium Konstanz umfasst die Landkreise Konstanz, Rottweil, Tuttlingen und den Schwarzwaldwald-Baar-Kreis. Der Sitz der Kriminalpolizeidirektion (des bisherigen Polizeipräsidiums Tuttlingen) verbleibt in Rottweil.

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