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Villingen-Schwenningen Ratten zerbeißen gierig gelbe Säcke

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Foto: © Olexandr – stock.adobe.com

Villingen-Schwenningen - Das graue Nagetier liegt mit ausgestreckten Beinen auf dem dem Innnenstadt-Pflaster. Mausetot. Doch dem Vernehmen nach gibt es noch genügend andere Ratten, die sich allzu gerne in manchen Straßen und Gasen aufhalten und vor allem für eines einen Riecher haben: Gelbe Säcke.

Die einen haben "noch nie solche Tiere" in der Stadt gesehen, wie sie beteuern; andere wissen es nur vom "Hörensagen" und von einigen Anwohnern; Der Villinger Gastronom Domenico Wittkopf dagegen sprudelt auf Anfrage des Schwarzwälder Boten gleich los, wenn es um die Nagetiere geht: "Massenweise hats die", beobachtet er, vor allem im Bereich der Zinsergasse. "Die laufen da am hellichten Tag spazieren", beobachtet er. Doch auch der Ott-Wirt hat seine unerfreulichen Erfahrungen mit den gefräßigen Nagern gemacht: "Die haben meine gelben Säcke durchgefressen."

Giftköder liegen aus

Den Anblick zerfetzter Plastikfolien wollte er nicht mehr ertragen müssen, er reagiert und stellt um: von gelben Säcken auf gelbe Tonnen: "Und seitdem ist Ruhe." Zumindest, was die Ratten anbelangt. Und auch die Stadt hat das Nager-Problem im Sucher. Denn: "Es gehen regelmäßig Anrufe bezüglich Ratten im Innenstadtbereich ein", so Oxana Brunner, Pressesprecherin der Stadt VS auf Anfrage unserer Zeitung. "Deshalb führen wir in diesem Bereich regelmäßig Rattenbekämpfungsmaßnahmen durch." So werden beispielsweise Giftköder in der Kanalisation ausgelegt. Die Situation sei jedoch nichts Außergewöhnliches, relativiert sie. Ratten finden sich überwiegend in den Innenstädten an Gewässern, Imbissbuden, Restaurants, zählt sie auf. Angezogen werden die Tiere von dem Geruch von Nahrungsmitteln, unter- wie oberirdisch, deshalb werden auch an den genannten Brennpunkten regelmäßig Rattenköder ausgelegt.

Was sollen Bürger tun, wenn sie Ratten auf öffentlichem Terrain entdecken? Betroffene Anwohner, so Brunner, sollen sich bei den Technischen Diensten VS melden; dort könne man dann eine Auslegung von Ködern in die Wege leiten.

Hausgemachtes Problem?

"Nichts Ungewöhnliches" ist das Aufkommen der Nagetiere auch aus Sicht des Landratsamtes im Frühjahr. Durch Regenfälle und dunkles Licht, so erläutert Pressesprecherin Heike Frank, kommen diese Tiere häufiger aus der Kanalisation. Ist das Problem nicht auch hausgemacht, durch unbedarftes Wegwerfen von Müll etwa? Dazu Heike Frank: "Essensreste locken Ratten ebenso an wie Tauben oder Füchse. Im Fall der Ratten sind durch die Toilette oder den Ausguss entsorgte Küchenabfälle problematisch, da sie in der Kanalisation den Ratten als Futter dienen" und die Nager bis in die Häuser anlocken können.

Ob schön oder eher hässlich: Da streiten sich die Geister. Was jedoch Fakt ist: Die Hauptgefahr geht von den Ratten laut Landratsamt aktuell fast ausschließlich von den Erregern der Leptospirose und des Hanta-Fiebers aus. Die Erreger werden mit dem Urin der Ratten übertragen, informiert Frank. Infektionen entwickeln sich, wenn der Urin mit offenen Hautverletzungen in Kontakt komme, zum Beispiel bei Freizeitaktivitäten an den Ufern von Bächen oder Teichen. Derartige Infektionen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden in den letzten Jahren sehr selten in vermüllten rattenbefallenen Wohnverhältnissen beobachtet.

Gasse wird zum Mülleimer

Susanne Feckler dagegen hat ein ganz anderes Problem: Zwar lobt sie die Stadtverantwortlichen dafür, dass sie in punkto Aufräumen und Saubermachen mittlerweile sehr fleißig seien. Doch dafür "benutzen manche Schüler die Bogengasse als eine Art privaten Mülleimer", ärgert sich die Geschäftsfrau, die in der Gasse einen Friseursalon führt. "Die lassen auf dem Weg von der Innenstadt zur Schule wirklich alles fallen", erzählt sie, von der Fast-Food-Schachtel über die Chipstüte bis zum Pop-Drinkbecher.

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Cornelia Spitz

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