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Villingen-Schwenningen Radio vertreibt Reineke Fuchs

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In der Villinger Südstadt erregen Füchse weiterhin die Gemüter. Quelle: Unbekannt

Villingen-Schwenningen - Der "Südstadt-Fuchs" erregt weiter die Gemüter – zumal sich die Tiere offenbar vermehren. Ein besorgter Anlieger wandte sich jetzt ans Forstamt.

Beim Spaziergang war dem Anwohner "eine Fuchs-Dame mit mindestens drei Jungen" aufgefallen, die sich von ihrer "Tränke" in der vom-Stein-Straße zu ihrem Fuchsbau begaben. "Kann man die Viecher nicht lebend fangen und am Laible aussetzen?" und: "Darf man Ratten-Gift-Köder auslegen?", fragt der Mann, der sich auch um Kleinkinder sorgt, die draußen spielen oder in der Wiege liegen.

Solange die Jungfüchse bei der Mutter sind, dürften nur "zurückhaltende Vergrämungsmethoden" angewandt werden, die das Leben nicht gefährden, klärt Forstamtsleiter Tobias Kühn auf. Ein probates Mittel könnte ein Radio, platziert vor dem Bau sein. "Das mögen die Füchse gar nicht. Am besten sind Sender mit viel Text, zum Beispiel DLF – oft zieht die Fuchsmutter dann um", rät der Experte, der hinzufügt: "Das ist kein Witz, auch wenn es so klingt."

Da Füchse sehr intelligente Tiere seien, gelinge es äußerst selten, sie in Fallen zu fangen. Wer sich als Fallensteller betätigen wolle, benötige einen Sachkundelehrgang und eine tierschutzkonforme Falle. Rat zu beidem erteile das Kreisjagdamt beim Landratsamt. Das Forstamt werde als Fallensteller nicht aktiv. Rattengift auszulegen, sei, so Kühn, keine gute Idee, denn stürbe der Fuchs oder Nachbars Katze daran und zeigte jemand den "Ausleger" an, dürfte ein "erinnerungswürdiges Bußgeld" sicher sein.

Wer Befürchtungen wegen einer Fuchsbandwurminfektion habe – "das einzige tatsächliche, wenn auch sehr geringe Risiko" –, könne bei einem Tierarzt Entwurmungsköder für Hund oder Katze kaufen und dem Fuchs füttern.

Füchse in der Stadt seien inzwischen Alltag, so Kühn, der diesem Phänomen übrigens durchaus Positives abgewinnen kann: "Seither gibt es weniger Ratten in der Stadt."

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