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Villingen-Schwenningen Projekt "Mittendrin" verwirklicht gemeinsame Freizeitangebote

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Schwarzwald-Baar-Kreis (fsk). Mit 25000 Euro für zwei Jahre wird das Projekt "Mittendrin" vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) gefördert. Das Vorhaben zur Integration behinderter Kinder stellte Susanne Brodbeck, die Leiterin des Projektbeirats vom Sozialamt, jetzt zusammen mit Sozialamtsleiter Jan Hauser im Ausschuss für Bildung und Soziales vor. Eltern mit behinderten Kindern sind in der Selbsthilfegruppe "Mittendrin" zusammengeschlossen. Landrat Karl Heim sprach von einem "großen und weitreichenden" Thema, das in hohem Maß den Schulbereich des Kreises tangiere und einem Paradigmenwechsel: "Behinderte sollen mitwirken, das heißt, es soll keine besonderen Angebote für Behinderte geben."

Behinderte sollen in alle gesellschaftlichen Bereiche einbezogen werden, das bedeutet, sie könnten auf Wunsch die Regelschulen besuchen. Doch Inklusion bedeute noch mehr, erklärte Jan Hauser, der eine UN-Konvention erwähnte: "Behinderte haben Talente und Ideen, sie sollten einbezogen und nicht ausgegrenzt werden. 13 weitere Landkreise hätten sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten beim Kommunalverband beworben. Im Schwarzwald-Baar-Kreis sollen in einem ersten Schritt Kinder mit und ohne Behinderung an Freizeitangeboten teilnehmen. 25 000 Euro für Personal- und Sachkosten steuert der Kommunalverband bei. Gemeinsame Erfahrungen sollen im Vordergrund stehen. In Donaueschingen, St. Georgen und Villingen-Schwenningen befinden sich Einrichtungen mit Angeboten. Zehn bis 15 Kinder sollen in einer ersten Phase vom Projekt "Mittendrin" profitieren. Projektleiter ist der bildende Künstler Mateusz Budasz aus Furtwangen, der das Vorhaben beratend begleiten wird und eine Homepage dazu erstellt hat.

Im nächsten Schritt sollen dann Erfahrungen an andere Freizeiteinrichtungen weitergegeben werden. Jürgen Guse (CDU) sprach davon, dass man die Realität sehen müsse, die bedeutet, "dass eingeschränkte Fähigkeiten vorhandensind." Während vor Jahrzehnten von "Separierung" gesprochen worden sei, sei jetzt "Inklusion" angesagt. "Wir haben als Deutsche die Tendenz, von einem Extrem ins andere zu gehen", philosophierte der Landrat. Die Messlatte werde das Wohl des Kindes sein.

Karl-Henning Lichte (Freie Wähler) erklärte, dass man den Begriff Behinderung gegenüber Normalität nicht einordnen könne. "Ich hätte mir mehr gewünscht", sagte Siieglinde Arm (SPD).

"Man sollte nicht zu hehre Vorstellungen haben", fand Andrea Kanold (FDP). Joachim von Mirbach (Grüne) meinte, er könne sich nicht vorstellen, dass es im Kreis keinen Rollstuhlfahrer gebe, der ein Gymnasium brauche.

Bernd Stähle (Freie Wähler) verwies auf gelungene Inklusion während des Fasnetumzugs in Dauchingen: "Bei jeder Gruppe wurde ein Behinderter im Rollstuhl mitgeschoben." "Es ist falsch, eine Behindertensache mit dem Begriff Inklusion zu versehen", beschied Gerhard Gebauer (SPD).

 

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