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Villingen-Schwenningen Projekt Katzenhaus vorerst vom Tisch

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Foto: agarianna/Fotolia.com

Villingen-Schwenningen - Das Projekt "Katzenhaus in Schwenningen" ist vorerst offenbar vom Tisch – und mit ihm kann der Tierschutzverein Villingen-Schwenningen nach Informationen unserer Zeitung auch rund eine halbe Million Euro abschreiben.

Am Anfang stand eigentlich der Wille, posthum Gutes zu tun. Es war das Vermächtnis des Tierarztes Erwin Schmid, der auch Leiter des damals kommunalen Schlachthofes in Schwenningen gewesen ist: Mit seinem Vermögen, so verfügte es der Verstorbene nach unseren Informationen einst, sollte ein Katzenhaus in Schwenningen gebaut werden. 1989 verstarb Schmid. Sein letzter Wille aber ist bis heute nicht erfüllt. Bereits 1998 war die Dr.- Erwin-Schmid-Stiftung gegründet worden, in die das Vermögen von Schmid floss. Es ist ein stattlicher Batzen Geld – über 1,7 Millionen Euro sollen es nach Informationen unserer Zeitung sein. Und genau dieses Geld, so freuten sich Tierschützer, könnten das große Startkapital für den Neubau eines Kreistierheimes sein. Doch als die Tierfreunde diesen Wunsch hegten, hatten sie die Rechnung offenbar ohne den Verwalter des Geldes gemacht: Professor Werner Nann, ein Wirtschaftsprüfer, der Stiftungsvorstand der Dr.- Erwin-Schmid-Stiftung ist.

Testament lässt keine Spielräume zu

Er "verweigere" es den Tierfreunden, das Geld für ein Kreistierheim auszugeben, heißt es bei seinen Kritikern in den Reihen der Tierfreunde. Das Testament Schmids sei äußerst eng gefasst, lasse diese Spielräume nicht zu, statt eines Katzenhauses ein Tierheim zu bauen – auch wenn man das Geld gezielt und zweckgebunden für einen Katzentrakt in einem Kreistierheim verwende – und außerdem dürfe man laut Stiftungssatzung nicht den vollen Betrag des Stiftungsvermögens für ein Kreistierheim verwenden, sondern nur einen Teil dessen, sagen andere. Nann selbst sagt gar nichts im Telefonat mit dem Schwarzwälder Boten, will sich nicht am Telefon äußern und findet für ein persönliches Gespräch keine freie Zeit mehr in seinem Terminkalender "in diesem Jahr". Gespräch beendet.

Unter den Tierfreunden in VS wird indes eifrig weiter diskutiert: Ist ihr Geld nun futsch? Rund eine halbe Million Euro des Tierschutzvereins Villingen-Schwenningen sollen nach Informationen des Schwarzwälder Boten in den 1,7 Millionen Euro der Stiftung stecken. "Das Geld gehört jetzt halt der Stiftung", bestätigt Tatjana Tröster, Vorsitzende des Tierschutzvereins VS, im Gespräch mit unserer Zeitung. 500.000 Euro, die man offenbar abgeschrieben hat.

Und auch das Projekt "Katzenhaus in Schwenningen" ist vorerst gestorben – zunächst sollte es auf einem kleinen Grundstück an der Bahnlinie entstehen, später fasste man das Gelände des ehemaligen Familienfreizeitparks ins Auge. "Letztes Jahr war das bei uns noch Thema", gibt Tröster zu. Aber nach reiflicher Überlegung habe man von den Plänen dann doch Abstand nehmen müssen – "da muss ja ein großes Konzept dahinter stehen", meint die Vereinsvorsitzende. So ein Katzenhaus sei mehr als "nur ein Hauskauf und Katzen unterbringen". "Von unserer Seite wird das Thema Katzenhaus derzeit nicht mehr weiterverfolgt", stellt Tröster klar.

An anderer Stelle, in Donaueschingen, soll nun das Kreistierheim entstehen. Doch auch dort ringt man nach Kräften – denn auch hierfür stehen die 1,7 Millionen Euro des Tierfreunds Schmid und der Tierschützer in VS derzeit offenbar nicht zur Verfügung. Sogar das Regierungspräsidium Freiburg suchte – quasi stellvertretend für den Trägerverein des Kreistierheims Donaueschingen, dem auch die Städte Bad Dürrheim, Donaueschingen und Villingen-Schwenningen angehören und der mit dem Neubau-Projekt federführend betraut ist – nach Informationen unserer Zeitung Wege, ob das Stiftungsgeld für das Kreistierheim Verwendung finden könnte. Negativ – die Verträge über das Vermögen seien zu eng gefasst.

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Cornelia Spitz

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